In Sölden findet in zwei Wochen das 12. Gay Snow Happening statt! Vom 20. bis 26. März 2010 gehört dann der Wintersportort im Ötztal den Schwulen dieser Welt. Freuen wir uns darauf?
Zwischen Ski und Transen
Sich voll und ganz auf die Zielgruppe der männlichen Homosexuellen zu stürzen, das ist natürlich etwas ganz besonderes in einem Skiort in Tirol. Dabei ist das Annimationsprogramm vielfältig: Von der Welcome-Party mit dem obligatorischen Prosecco, über eine tolle Magic-Gay Aprés Ski Party im Alpengasthof Silbertal bis hin zum Gay Snowhappening Skirennen. Alles ist dabei. Die schwulen Skifahrer dürften sich also pudelwohl fühlen – was aber ist mit dem Rest?

@ TVB Ötztal
“Jetzt zick mal nicht so rum ey!”
Natürlich möchte ich jetzt NICHT gegen die Affinity-Group Homosexuelle vorgehen, aber braucht es wirklich eine komplette Skiwoche unter dem Motto “Ich bin schwul, und das ist auch gut so”? Was ist mit dem Rest der Urlauber, die nichts von dieser Schwulenparty mitbekommen, aber trotzdem gebucht haben und sich dann von den vielen Männern gestört fühlen? Was ist mit den ganzen Fußballvereinen, die völlig umsonst nach Sölden gekommen sind, um den Aufriss ihres Lebens zu machen? Und: Was ist mit den ganzen Gogogirls, die in der leeren Rodelhütte tanzen? Wo soll das noch hinführen?
Ischgl – the Hetero-Paradise
Da lob ich mir doch den stärksten Konkurrenten von Sölden: Ischgl, wo am 27. März das sogenannte Frejn`s Freeride-Inferno stattfindet. Sieger ist derjenige, der nach einem Massenstart als erster die 1000 Höhenmeter überwindet – egal wie!
Also – liebe Heterosexuellen dieser Welt: Meidet vom 20. bis 27. März Sölden – ihr werdet dort NICHT glücklich!
Ach ja, und wer sich mit Jörg noch ein Zimmer im Tyrolerhof teilen mag, der sollte sich bei der Facebook Seite vom Gay Snow Happening melden!
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ROFL
Sehr schön diese klassische Argumentation “Ich habe ja nichts gegen XY, ABER…”
Meinst Du nicht, dass das ein klitzekleines bisschen kleingeistig ist? Ich mein, es ist eine Woche.
Mal ganz abgesehen von der Marketingweisheit, dass homosexuelle Pärchen (i.d.R. Double Income, No Kids) eine sehr ausgabefreude Klientel ist, die die paar besoffenen Fußballvereine locker wettmacht.
Aber gut, ich wohn in Köln, da sieht man das selbst als Hetero vielleicht einfach entspannter…
Was geht denn?
In Sölden sind das ganze Jahr Millionen von männlichen Touristen, ob die schwul sind oder nicht ist mir scheiss egal. Aufrisse machen eh die wenigsten, hier wird gesoffen und Party gemacht. In Ischgl ist es genau gleich! Habt ihr schon mal von eine Gruppe Frauen gehört die auf Partyurlaub nach Tirol kommen? Ja? Ich auch, eine Frauen Gruppe pro Jahr vielleicht. Die meisten Mädls die nach Tirol kommen sind mit ihren Typen da, soviel zu viva la emancipation….
Der Verfasser dieser Artikel scheint wohl selber Probleme mit seiner Sexualität zu haben, sonst würde er/sie sich nicht so auf die Homo Week in Sölden einschießen!
Haha…sehr gut! Immer schön persönlich werden! Das ist natürlich die viel bessere Argumentation.
Ach kommt schon die paar Tuckis und Schwufties hält man schon eine Woche aus! Ausserdem muss ich Bullshit recht geben, es kommen eh immer nur 80% Männer in den Winterurlaub nach Tirol, mir können die alle gestohlen bleiben ob schwul oder nicht! Solange sich die Frauen nicht wirklich emanzipieren, auch da hat Bullshit recht, wird sich die Situation auch nie ändern. Also liebe Mädls selber Geld verdienen, dann kann man auch alleine in den Urlaub fahren und Sölden könnte dann die “Bitch week” oder so veranstalten.
LG aus Sölden
Meine Bitte: Konzentriere Dich auf wichtige Themen. Tirol hat genug davon, angefangen beim Ausverkauf des halben Landes durch Cross-Border Leasing bis hin zum drohenden Umweltzusammenbruch aufgrund des ewig steigenden Transitverkehrs. Da ist eine schwule Urlaubswoche keine Zeile wert. Vor allem nicht mit argumentativer Biertischrhetorik wie “Ich will ja jetzt nicht meckern… aber,..” Entscheide Dich was Du sagen willst. Ein rein polemischer Blog bringt niemanden etwas.
Grüße aus München!
Schließe mich der Argumentation meiner Vorposter an und frage mich was hier der Aufreger ist? Wenn 300 Schwule Skiurlauber eine Woche nach Sölden kommen, na und?
Ein viel gravierenderes Problem ist die Tatsache, dass es in Sölden, wie bereits angesprochen, die ganze Saison einen Hormonüberschuss gibt. Soll heißen, ein Überschuß an Männern, wenig Frauen und sonst nur Pärchen. Deshalb wohl auch diese Vielzahl an Table-Dance Angeboten.
Und zum Verweis auf Ischgl, da setz ich mal einen Link auf Pop-Star Katy Perry, die sich entsetzt zeigte, dass es im hinteren Paznaun keinen Schwulenclub zum Abfeiern gibt.
http://www.mtv.de/article20829256-katy-perry-in-ischgl-geht-nix-ab.html
gruß aus dem ötztal
War weniger als Aufreger sondern eher als ironischer Seitenhieb gedacht! Aber danke für die vielen Reaktionen. Das zeigt mir, dass die Akzeptanz der Homosexuellen in Tirol recht weit vorangeschritten ist.
ich muss mich hier ebenfalls meinen Vorrednern (oder -postern
) anschließen. Es sind ja im besten Fall ein paar Hundert Homosexuelle, die diese spezielle Woche buchen (bei einer Kapazität von deutlich mehr als 10.000 Gästebetten, fällt das ja kaum ins Gewicht).
Interessant wäre hier ein Vergleich, wie viele Homosexuelle im Schnitt in der Saison in Sölden sind pro Woche
Nur Mandal & Weibal sind akzebtabel! Meine Meinung! Was zählt ist Normalität!
lieber admin,
ein ironischer seitenhib sei ja jedem gestattet, aber müssen denn dann gleich teilnehmer namentlich genannt werden… da stellt sich die frage, wie gross die akzeptanz der homosexuellen beim verfasser ist?! nix für ungut, aber das kann man(n) sich sparen
Die Gefahren des Social Media sollten mittlerweile jedem bewusst sein!
Hey Heli,
nur Mandal und Weiberl
Wahrscheinlich selber heimlicher homo, ha?
lg
Also ich finde es gut das es solche Events gibt. Es dient dazu ein stückweit die Heterophile Homophobie zu überwinden. Ich habe zwar Homosexualität für mich noch nicht ausprobiert. Aber ich amüsiere mich immer prächtig, wenn ich sehe wie Heteromännchen, wenn sie von einer überzahl an Homosexuellen umgeben sind (CSD`s, u.s.w.), immer versuchen total hartcore männlich rüber zu kommen um ja nicht für Schwul gehalten zu werden. Und immer betonen müssen, dass sie ja total die “Weiberl” abschleppen müssen, weil sie ja sooo potent sind. Das schlimmste für solche Supertypen ist wahrscheinlich, wenn sie von Schwulen umgeben sind und sich keiner für den Heissen-Heten interessiert (nicht gut fürs Selbstbewusstsein). Da fragt man sich doch, warum einen eigentlich die Bunnys geil finden sollten (???).
Mal im erst, es sind doch wohl eher die Heteros, die eine Panikattacke bekommen oder vielleicht sogar gleich tot umfallen, wenn ein Schwuler sie anspricht. Das Problem ist einfach der unentspannte Umgang der Heteros mit dem Thema Homosexualität. Also ich gönne den Schwulen diesen Event, weil sie da endlich auch mal sich entspannt bewegen können und auch mal Männer ansprechen können ohne sich dabei das Homophobe Gejammer der Hetero-Muttersöhnchen anhören zu müssen.
Und was die “heimlich Homo” Geschichte von “Heli Intolerant” angeht, kann ich nur zustimmen. Homophobie wird fast ausschließlich von unterdrückter Homosexualität ausgelöst, auch wenn es diesen Leuten nicht bewusst ist. Deswegen ist das Thema Schwul, bei den Heteros auch so allgegenwärtig selbst wenn sie keine Homos kennen und auch keine in der Nähe sind. Sie reagieren damit nur auf unterschwellige homoerotische Reize und haben nie gelernt damit umzugehen.
Ich hoffe, dass die Homosexuellen es schaffen unsere Gesellschaft von ihren Ängsten zu befreien, da die Heterophilen das aus eigener Kraft niemals schaffen würden. Sonst bleiben wir wohl für alle Ewigkeit eine Gesellschaft von verängstigten kleinen Muttersöhnchen im Pseudo-männlichkeits-wahn.