All Hail Tirol

Immer wieder liest man dieser Tage von der Islamisierung unserer Gesellschaft. Das Kopftuch in Amtsstuben scheint vielen Mitbürgern ein schmerzender Dorn im Auge zu sein. Wer weiß – vielleicht verbirgt sich hinter der freundlichen, islamischen Religionslehrerin in Wahrheit eine mörderische Schläferin die nur auf den Befehl zum nächsten Anschlag wartet? Dass dem traditionellen Lebensstil der Tiroler und unserer Kultur durch viele weitere, unangenehme Importe aus dem Ausland Ungemach droht, wollen wir hiermit aufzeigen und probieren einen Riegel vorzuschieben, auf dass unsere geliebten Traditionen noch lange fortleben.

Gefahren, Verbotsvorschläge und Alternativen zur Wahrung der Tiroler Tradition

 
1) Pizza, Spaghetti, Baguette und Croissant
Italiener und Franzosen brachten stets Unheil über unser Land. Andreas Hofer würde sich in seinem Grab umdrehen, wüsste er, dass die Leitkultur seiner Mörder in allen Bäckereien und in den meisten Restaurants zum Standardprogramm gehören.

2) Jeans und Miniröcke
Aus den USA vor weniger als 100 Jahren übergeschwappte Modeerscheinung. Weder bequem noch bietet sie vor dem rauen Tiroler Bergwinter Schutz, sollte man diese Einheitstracht der westlichen Welt wieder gegen die Krachlederne und die gute, alte Schnürlsamt oder Stoffhose austauschen. Idealerweise kombiniert man das Beinwerk mit klassischem Jangger, Trachtenhemd oder Wollpullover (kein Norwegermuster!). Miniröcke, die über dem Knie enden, sollten zur Wahrung von Moral und Anstand ebenfalls vermieden werden.

3) Hamburger, Kebap & Hot Dog
Nur eine kleine Auswahl an fremdländischen Speisen die unser Heiliges Land seit einigen Jahren flutet. Barbarische Ernährung, weder gesund und nahrhaft noch sättigend im Vergleich zu traditioneller Kost. Fast Food, oder Schnellfutter wie wir es nennen, sollte eine Semmel mit Speck oder ein Vintschgerlaib mit Kutteln sein. Als Beilage sollte man auf die französischen Pommes Frites verzichten und wieder zur traditionellen Bratkartoffel greifen.

4) Yoga, Aerobic, Bauch-Beine-Po und Pilates
Bewegung ist gut. Warum aber zu asiatischem Schabernack oder amerikanischem Herumgehüpfe greifen? Jeder gute Tiroler sollte durch Heumahd und Almabtrieb sowie Peitschenknallen oder Ranggeln seinen Körper stählen. Im Winter können Skitouren oder der Alpinskisport Geist und Körper hervorragende Dienste leisten. Auf das Snowboard sollte man hingegen verzichten.

5) IKEA Möbel
Wohin führt die Überflutung mit schwedischen Billigmöbeln? Wer seine Einrichtung nicht bei einem Tiroler Tischler kauft, gehört umgehend standrechtlich erschossen!

6) Aperol Spritz, Tequila, Whiskey, Cocktails…
Zwar ist es einem guten, Tiroler Christenmenschen nicht verboten Alkohol zu trinken, was man allerdings zu sich nimmt sollte man wohl bedenken. Ausländische Spirituosen sind generell zu vermeiden. Tirol bietet mit seinen Schnäpsen, diversen Biersorten sowie Südtiroler Weinen hervorragende Alternativen. Ebenso verhält es sich mit Limonaden wie Coca Cola, einem Getränk das ehedem erfunden wurde um Kopfschmerzen zu kurieren. Apfel-, Birnen-, und Traubensaft sind generell vorzuziehen.

7) Tschüss und Ciao
Wir sind gegen die Verwundung des deutschtümlerischen „Tschüss“ und des italienischen „Ciao“ als Abschiedsformel. In Tirol sollte man sich mit dem aus dem Lateinischen stammenden, traditionellen „Servus“ (gerne auch aus jugendliches Seas in der Kurzform) begrüßen und mit „Pfiati“ verabschieden. Das beinhaltet eine gewisse Untertänigkeit zum Beginn des Treffens und ein fürsorgliches Element zum Abschied. Mit Tschüss wurde wohl schon Schuschnigg 1938 in Berchtesgaden verabschiedet und die großdeutsche Lösung eingeleitet. Währet den Anfängen!

8) Cappuccino, Kaffee Latte und Espresso
Generell sollte der Kaffee, der ja ursprünglich aus der Türkei stammt uns über das verhasste Wien zu uns in die Alpen gelangt ist, sehr kritisch betrachtet werden. Leider scheint sich diese Manie schon soweit durchgesetzt zu haben, dass man sie nur sehr schwer stoppen kann. Die aus Italien stammende Kaffeekultur mit vielen neuartigen Getränken nimmt in Lokalen allerdings eine Sonderstellung ein. Da sie noch als Mode einzustufen sind und noch keine festgefahrene Gewohnheit darstellen, sollte es ein leichtes sein, diese Getränke zu verbieten und den traditionellen Zichorienkaffee wieder zu etablieren.

9) Kino statt Kirche
Tirol gilt als das Heilige Land. Der katholische Glaube ist Teil unserer Identität. Gute Katholiken sollte zumindest einmal pro Woche die Heilige Messe besuchen und die Kommunion zu sich nehmen. Vor der Kommunion ist die Beichte Pflicht. Wer dies verabsäumt, kommt nicht nur in die Hölle nach seinem irdischen Dasein, sondern kann sich auch nicht als Tiroler bezeichnen. Viele Tiroler geben Zeitmangel als Grund für ihr Versäumnis an. Solange man aber Zeit findet ins Kino zu gehen oder zu Hause fernzusehen, kann diese Ausrede nicht geltend gemacht werden.

10) Popmusik & Tanz
Moderne Populärmusik, die zu neumodischen Tänzen anregt, hat die tradionelle Tiroler Volksmusik quasi über Nacht ausgerottet. Dass man sich auch in traditioneller Tracht zu Blasmusik betrinken kann, sollte danke Schützen und Frühschoppen bekannt sein. Nur ein Dodel jodelt auf Englisch – echte Tiroler und Tirolerinnen schuhplattln. Erträglich: der Boarische!