Ausgehen in Innsbruck im Drecksommer 2012

Tirolaland du bisch mei Freid, oache Berg und schiane Leit. Nur das Klima ist wirklich für den A*sch. Was solls, irgendwie muss man die Tage ja rumbringen. Also mal wieder ausgehen und sich ins Nachtleben stürzen. Mit einem ordentlichen Kater lässt sich der nächste Tag umso besser auf der Couch verbringen, so der Gedanke als ich gestern das Haus verließ. Dreckswetter!

Bevor es losgeht ordentlich reinhauen, Unterlage immer gut bei angesagten Abstürzen. Todesmutig setzen wir uns vors Mamma Mia in der Altstadt ins Freie. Pizza OK, Nudeln sehr gut. Dazu ein erstes Bierchen, man gönnt sich ja sonst nix. Nach getaner Arbeit schnell durch den Regen ins nächste Lokal. Elferhaus bietet sich an. Diesmal allerdings nicht mehr im Freien, doch schon ein bissl frisch. Und irgendwie schmeckt das Bier dann doch besser wenn man selber nicht friert wie Sau. Dreckswetter! Das Elferhaus finde ich eines der bemerkenswertesten Lokale in Innsbruck. Gibt´s schon ewig, mmer ganz passabel besucht dabei aber kein hippes Trendlokal wie die ätzende Bar Centrale in der Theresienstraße. Übrigens, vor ich es vergesse: Dreckswetter.

Irish Pub

Um 11 (oder so, bitte keine Detailfragen zum Abend) geht´s in guter Stimmung weiter. Irish Pub, eh klar. Nachdem man sich durch das Gewühl und das Gedudel unten gekämpft hat wird oben erstmal mehr Bier bestellt. Für Singles in Innsbruck die nicht unbedingt auf den Typ Schnösel stehen sei das Irish Pub angeraten. Die Damen und Herren sind konversationsbereit und dank des mangelnden Platzangebotes kommt man sich zwangsläufig in die Quere. Also gleich nochmals bestellt, diesmal Cider. Wir sind ja Kosmopoliten! Gegen 1 leert sich dann das Irish ein bissl, auch wir beschließen beschwingt weiterzugehen. Draußen, wenig überraschend: Dreckswetter.

Falle, Stadtcafe oder Bögen?

Ja, wo geht man in Innsbruck nach der Geisterstunde hin? Die Wahl wird eng. Entweder du bist schon unglaublich besoffen, dann kannst dir die Mausefalle überlegen. Aber da musst du schon wirklich hinüber sein. Oder du stehst auf schlechten Service und lautes Tanzgedöhns samt affigem Wannabe-Publikum, dann ab ins Stadtcafe oder den Hofgarten. Oder eben die Bögen. Klassiker: Down Under -> Plateau. Eh klar wo wir hingehen. Dreckswetter!

Bögen it is….

Im Down Under schaffen wir mit Anstand noch 2 Bier. Wie immer eigentlich dort: an der Bar sitzen, gute Musik. Dann weiter ins Plateau. Ist leider nicht mehr das was es einmal war seitdem umgabaut wurde. Also nicht mehr ganz so schmierig, leider auch nicht mehr ganz so voll. Kann sein dass das Stammpublikum meiner großen Ausgehzeit ausgestorben ist. Also nicht im Sinn von R.I.P., sondern eher im Sinn von bürgerlich-gesittet-nicht mehr 2 x die Woche am Gas. Das tolle am Plateau: egal wie besoffen du bist, du wirst nicht auffallen. Und wie es nun mal im Plateau so ist, die Zeit zwischen (geschätzt) 3 und 6 vergeht wie im Flug. Gut so, mittlerweile ist es echt genug, wir sind von Bier dann zwischenzeitlich mal auf Tequila Stuntman (don´t try this at home) umgestiegen, was der körperlichen Verfassung nicht gut getan hat. Zum Glück habe ich noch 10 € in der Tasche für ein Taxi, denn, wenig überraschend: Dreckswetter!

Aufwachen heute nicht so prickelnd. Brav zwei Teller Suppe gegessen, den obligaten Telefonanruf bei den Saufeseln von gestern gemacht „wie geil es nur wieder war“. Ein Blick aus dem Fenster macht mir aber recht deutlich dass ich nichts verpasst habe bis zum Mittag. Es sei denn, man steht auf Dreckswetter.