Ein ganz normaler Freitag Abend in Innsbruck. Man geht weg, trinkt Bier, wird betrunken und stellt sich dann die Frage: Was jetzt?

magic-kebab4Freitag Abend 22Uhr. Mit guter Laune gehe ich Richtung Altstadt Innsbruck. Zusammen mit zwei Freunden bin ich heute Abend unterwegs, möchte was erleben, das Nachtleben genießen, Spaß haben. Zu Hause haben wir schon mal etwas vorgeglüht, wie sich das eben vor dem Ausgehen gehört – um Geld zu sparen, oder einfach nur um besser drauf zu sein? Wir wissen es nicht, jedenfalls sind wir extrem gut gelaunt, als wir die heiligen Pforten des Irish in der Maria-Theresien Straße betreten. Wo uns sonst der typische Rauchgestank in Nebelschwaden entgegenströmte, sehen wir heute in Zeiten des Antiraucherschutz klar bis hin zu den ersehnten Barhockern direkt am Tresen. Die nächste Runde ist bestellt und so vollzieht sich über Stunden hinweg ein fast schon rituelles Betrinken.

Der Pegel steigt…das Klo stinkt!

4 – 5 Bier und ein paar Tequilas später merkt man doch so langsam, dass es genug Alkohol ist. Das Entleeren der Blase auf dem stets abscheulich riechenden Klo reicht nicht mehr – es muss noch etwas anderes her! Was also tun, zu später Stund, wenn der Magen doch so brummt? (Ich muss sofort aufhören zu reimen – sorry!)
Wie gut, dass auf dem Weg Richtung Stadtcafe, ein gastronomischer Betrieb liegt, der in diesen schwierigen Zeiten genau das richtige Essen bietet: Der Chilli-Döner zwischen Museumsstraße und Universitätsstraße!

Zwischen Halbstarken und Quietscheentchen

magic-kebab2Wir haben halb 2 Nachts und es herrscht ein Andrang wie beim Vorverkauf für das nächste Air & Style Festival! In 3-er Reihen stehen Jugendliche und ähnliche Halbstarke wie meine Wenigkeit vor den heiligen zwei rotierenden Drehspießen: Sie hoffen darauf möglichst schnell, ein mit Hammelfleisch, Salat, Rotkohl, Zwiebeln, Tomaten, Chilli- und Kräutersauce gefülltes Flatenbrot zu ergattern. So zügig wie erhofft geht das Ganze natürlich nicht von statten – viel mehr dauert es ca. 15 Minuten bis ich an der Reihe bin: „Einen Kebab ohne Zwiebeln, bitte!“
Hinter mir stehen vier nervige Mädels, die scheinbar auch schon etwas mehr getrunken haben. Mit quietschiger Stimme diskutieren und lachen sie über „Julia„, die es scheinbar fertig gebracht hat, im Theresienbräu mit „Georg“ rumzumachen…alles Worte, die mein leichtes Übelgefühl noch verstärken. Übrigens: In mehrjähriger, spätabendlicher Forschungsarbeit, habe ich herausgefunden, dass weibliche Kunden das sogenannte „Dürüm“ eher bevorzugen, was eigentlich nichts anderes ist, als ein Kebab in einer dünnen Teigrolle. Dafür aber einen Euro teurer – super!

2,50! (bitte)

magic-kebab6Nach bangen Minuten des Wartens habe ich ihn endlich in der Hand – meinen Chilli – Rausch – Kebab! Ich stelle mich zu meinen Kollegen an die Barhocker und verschlinge verzehre das gute Stück in weniger als 5 Minuten. „Woah, geil“ sage ich zu meinen Freunden – „besser als jeder Orgasmus!“ Es folgt großes Gelächter und eine längere Diskussion darüber, ob wohl Frauen auch so denken. Nach einer halben Stunde Aufenthalt in Innsbrucks bester Kebabbude ziehen wir weiter Richtung Stadtcafé. Vorher nehme ich mir aber noch eine Dose Zipfer mit auf den Weg – sonst habe ich ab nächsten Tag wieder diesen ekligen Geschmack im Mund und erinnere mich daran, dass ich gestern Nacht mal wieder Gammel… Hammelfleisch gegessen habe. Brrr…

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