Darum solltest du die Grünen wählen

Darum solltest du die Grünen wählenSpät aber doch haben sich auch die Grünen dazu entschlossen uns ihre Antworten auf unsere Fragen zur Tiroler Landtagswahl zuzusenden. Enjoy!

1) Wie kann Wohnen in Tirol leistbarer werden?

Wir Grüne glauben, dass man die Wohnkosten am besten senkt, indem man ökologisch sinnvoll handelt: So wollen wir etwa mehr Förderung für Sanierung und Wärmedämmung, weil das langfristig die Betriebskosten senkt. Wir wollen auch den Bau autofreier Siedlungen ermöglichen, weil die Kosten für Tiefgaragen und Parkplätze die Wohnkosten massiv in die Höhe treiben. Und wir wollen die Wohnbauförderung so umbauen, dass Wohnen an Öffi-Achsen stärker gefördert wird. Wir brauchen auch das Verkehrssparhaus, wo man möglichst kein Auto verwenden muss.

2) Wie können wir dem immer stärker werdenden Individual- und Güterverkehr Herr werden?

Wir sorgen dafür, dass die TirolerInnen bequem, umweltfreundlich und preiswert an ihr Ziel kommen. Wir GRÜNE fordern, dass das öffentliche Verkehrsnetz ausgebaut wird, dass auch im Tourismus mehr Augenmerk auf den öffentlichen Verkehr gelegt wird und dass Öffi-Fahren für alle TirolerInnen leistbar wird: nämlich um maximal 365 Euro pro Jahr für ganz Tirol.

3) Warum hat Tirol eine so schlechte Quote im Bundesländervergleich was Verdienst und Lebenserhaltungskosten anbelangt und was kann man dagegen tun?

Viele der Arbeitsplätze in Tirol sind schlecht bezahlt, extrem belastend und saisonabhängig, gerade im Tourismus. Für eine gerechtere Verteilung von Einkommen braucht es zweierlei: einen Mindestlohn von 1500 Euro brutto im Monat und eine gesetzliche Gehaltshöchstgrenze. Tirol hinkt seit Jahren bei den Einkommen hinterher. Vor allem viele Betriebe in Tourismus und Handel müssen ihren MitarbeiterInnen mehr bezahlen und bessere Arbeitsbedingungen bieten, sei es betreffend Arbeitszeiten, Arbeitsplatzsicherheit oder auch Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit der Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen, von Green Jobs, können die Arbeitsbedingungen in Tirol wesentlich verbessert werden.

4) Kinderbetreuung für Kindergartenkinder ist in Innsbruck sehr teuer, am Land oft nicht ganzjährig verfügbar. Wie schauen Ihre Vorschläge aus um Familie und Beruf für Frauen besser vereinbar zu machen?

Trotz der richtigen Ziele des neuen Gesetzes, sind wir noch weit von einer flächendeckenden, qualitätsvollen Betreuung ALLER Kinder in Tirol entfernt. Kinderbetreuungseinrichtungen sollen keine Aufbewahrungsstellen sein, sondern ein Ort, der Familien unterstützt und wo Kinderseelen wachsen können. Tageseltern müssen als gute Betreuungsmöglichkeit gefördert werden, es braucht einen gesunden Mittagstisch und die Bedarfsprüfung durch die Gemeinden gehört abgeschafft. KindergartenpädagogInnen müssen besser bezahlt und mehr unterstützt werden. Kein gegenseitiges Ausspielen von Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und solche, die sie in Betreuungseinrichtungen geben!

6) Gibt es in Tirol ein Problem mit Migranten? Wenn ja, stellen Sie Ihre Vorschläge zur Bewältigung des Problems dar.

Das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen ist immer eine Herausforderung. Diese Herausforderung liegt vor allem im Bereich der Chancengleichheit in der Bildung. In den Schulen werden große Gruppen von Kindern alle gleich unterrichtet, auf individuelle Begabungen oder Defizite kann nicht eingegangen werden. Benachteiligungen werden auf diese Weise fortgeschrieben und führen dazu, dass Menschen – vielfach mit Migrationshintergrund – nicht ausreichend am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Es ist daher notwendig, dass der Stellenwert der Bildung für die Gesellschaft endlich erhöht wird: Wir fordern die Einführung der Gesamt- und Ganztagsschule, die Förderung der Muttersprache von Menschen mit Migrationshintergrund, vermehrte Bildungsangebote für Erwachsene oder die Möglichkeit nach der Lehre studieren zu können.

7) Welches sind Ihre drei wichtigsten Anliegen die Sie nach der Landtagswahl durchsetzen möchten?

Erstens wollen wir dafür sorgen, dass die TirolerInnen bequem, umweltfreundlich und preiswert an ihr Ziel kommen. Zum Beispiel mit einem Jahresticket für alle Busse und Bahnen in Tirol um 1 Euro pro Tag, also um 365 Euro pro Jahr.
Zweitens wollen wir dem Ausverkauf des Landes den Riegel vorschieben, denn die Schönheit Tirols ist unser aller höchstes Gut. Wir sorgen dafür, dass öffentliche Aufträge nachvollziehbar vergeben werden, und zugleich kein Steuergeld für Projekte verwendet wird, die unberührte Naturräume schädigen.
Und drittens wollen wir die Landesumweltanwaltschaft und damit die Stimme der Natur aufwerten. Der Landesumweltanwalt ist aktuell weisungsgebunden, hat kein Berufungsrecht und darf nur eine Stellungnahme abgeben. Dass seine Einwände kaum gehört werden, ist ein Faktum.

8) Beschreiben Sie Ihr Parteiprogramm in kurzen Worten.

Damit Tirol grün bleibt, setzen wir auf Qualität statt Quantität. Anstelle von Überproduktion und Gewinnmaximierung treten nachhaltige Strategien. Das Grüne Programm macht deutlich, dass Grüne Ideen und Impulse wesentlich zu einem Wandel des Verständnisses von Teilhabe und Demokratie in Tirol beitragen können. Ein wichtiges Ziel der Grünen Gestaltungsansätze ist eine gerechte Verteilung von Eigentum und Wohlstand, gleiches gilt für Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe. Dazu legen wir großen Wert auf die Schaffung von Chancengleichheit. Am besten aber selbst einen Blick ins Grüne Programm werfen unter: http://tirol.gruene.at/partei/programm

9) Warum sollen die Tiroler gerade für Ihre Partei stimmen?

Damit Tirol grün bleibt! Wer will, dass der Ausverkauf unseres Landes gestoppt wird, wer will, dass die Lebensgrundlagen und die Schönheit unseres Landes für uns und unsere Nachkommen erhalten bleibt und wer sich billigeren und besseren öffentlichen Verkehr wünscht, der muss am 28. April die GRÜNEN wählen.

Wahlprogramm der Tiroler Grünen

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