Darum solltest du die Liste Fritz wählen…

Die erste Partei die uns ihre Argumente für sie bei der Tiroler Landtagswahl zu stimmen zugesandt hat, ist die Liste Fritz. Und das sogar durchaus liebevoll und gut ausgeführt.

1) Wie kann Wohnen in Tirol leistbarer werden?
Mieten, Eigenheim oder Baugrund – nirgends in Österreich ist Wohnen so teuer wie in Tirol. Mit unserem FRITZ-3-B-Konzept garantieren wir, die Mieten im Sozialen Wohnbau um bis zu 30% günstiger zu machen. Dafür ist die Boden-, die Bau- und die Bankenpolitik zu ändern: Bodenpolitik neu heißt, jede Gemeinde muss uneingeschränkt Freiland kaufen können und dieses günstig für den Sozialen Wohnbau weitergeben. Bei den Baukosten sind 15% Ersparnis drin, wenn Gesetze (Bsp. Stellplätze) entrümpelt werden. Bei der Bankenpolitik sind Häuser mit Mietwohnungen zur 100% über die Wohnbauförderung zu finanzieren, nicht wie derzeit in Tirol nur zu 45%. Damit braucht es zur Finanzierung kein teures Bankdarlehen mehr. So wird dann eine 80 m2-Wohnung pro Monat um rund 80 Euro günstiger, immerhin 960 Euro pro Jahr.

2) Wie können wir dem immer stärker werdenden Individual- und Güterverkehr Herr werden?
Tirol hat ein Transitproblem, aber vor allem ein Politikproblem. Die ÖVP ist beim Transit gescheitert. Ausgerechnet die Nachbarländer Deutschland und Italien klagen gegen das sektorale LKW-Fahrverbot, das den Transport bestimmter Güter auf der Autobahn untersagt. Hier brauchen Tirol und Österreich mehr politisches Verhandlungsgeschick: Wir sagen ja zu Tempo 100 auf der Autobahn, aber nur dann, wenn ausverhandelt wird, dass damit das sektorale Fahrverbot kommen kann und Deutschland und Italien auf eine neuerliche Klage vor dem Europäischen Gerichtshof verzichten. Fest steht, der Milliardenteure Brenner Basistunnel löst das Transitproblem nicht, weil kein LKW gezwungen wird, die Schiene statt der Straße zu benützen. Wir haben ein 12-Punkte-Maßnahmen-Paket im Landtag vorgeschlagen, etwa das Verbot von Leertransitfahrten oder den Ausbau der bestehenden Schienenstrecke, um dem Verkehr samt Luft- und Lärmbelastung den Kampf anzusagen. ÖVP und SPÖ haben dieses 12-Punkte Programm abgelehnt, ohne selbst andere Vorschläge zum Schutz der Bürger zu machen.
Beim Individualverkehr setzen wir auf einen viel günstigeren öffentlichen Nahverkehr. Die Eckpunkte: 1-€-pro-Tag-Öffi-Ticket für den Großraum Innsbruck nach dem Vorbild von Wien und Vorarlberg, wo man um 365 € das ganze Jahr über alle Öffis benutzen kann. Dazu ein 60 €-Öffi-Ganzjahresticket für alle Lehrlinge, Schüler und Studenten, wie in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland umgesetzt.

3) Warum hat Tirol eine so schlechte Quote im Bundesländervergleich was Verdienst und Lebenserhaltungskosten anbelangt und was kann man dagegen tun?
Die Tiroler bekommen die niedrigsten Einkommen, bezahlen aber am meisten fürs Wohnen, fürs Schnitzel und Bier oder für den Liter Sprit. Die Politik kann die Rahmenbedingungen verändern, etwa aktiv einen besseren Mix aus Industrie- und Dienstleistungsbetrieben angehen. Industriebetriebe können ihren Mitarbeitern viel höhere Gehälter bezahlen, der Dienstleistungssektor bietet dagegen schwache Kollektiv-Löhne und viele Teilzeitarbeitsplätze. Langfristig sind Bildung- und Ausbildung ein Schlüssel für höhere Einkommen, daher darf es künftig auch keinen Tiroler mehr ohne Schul- und Berufsabschluss geben. Jeder junge Tiroler braucht eine zweite oder dritte Chance, um Schule und Lehre abzuschließen. Die Bildungslosen von heute sind die Arbeitslosen von morgen. Zudem kann die Politik den Menschen direkt helfen, indem sie Erleichterungen beim teuren Wohnen, bei den hohen Strom- und Gaspreisen sowie bei den Gebühren und Abgaben schafft. So haben wir beispielsweise vorgeschlagen, kinderreichen Familien, Alleinerziehenden, Mindestrentnern und Wenigverdienern dieselben um 15-20% günstigeren Strom- und Gastarife zu geben wie den Großkunden aus Industrie und Wirtschaft. Über die Landesbetriebe TIWAG und TIGAS ist das unkompliziert machbar. Aber auch diese Sozialinitiative für jene Menschen, die es brauchen, haben ÖVP und SPÖ abgelehnt.

4) Kinderbetreuung für Kindergartenkinder ist in Innsbruck sehr teuer, am Land oft nicht ganzjährig verfügbar. Wie schauen Ihre Vorschläge aus um Familie und Beruf für Frauen besser vereinbar zu machen?
Bei der Kinderbetreuung haben ÖVP und SPÖ viel versprochen und viel gebrochen. Statt ganztägig und ganzjährig heißt es immer noch „nur halbtags geöffnet, ab Freitag mittags geschlossen und nicht in den Ferien offen“. Unsere Kritik bestätigt auch der Landesrechnungshof in einem eigenen Bericht. Tiroler Eltern, bei denen beide arbeiten wollen oder, um sich das teure Wohnen und Leben zu finanzieren, arbeiten müssen und erst recht die 24.000 Alleinerziehenden sind auf eine leistbare, ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung angewiesen. Die Lösung ist ein besserer Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung – mindestens 7.00 bis 17.00 Uhr – und der ganzjährigen Kinderbetreuung – höchstens zwei Wochen Schließzeit. Allerdings – und dazu bekennen wir uns auch – muss das Land die Gemeinden dafür stärker finanziell unterstützen.

5) Gibt es in Tirol ein Problem mit Migranten? Wenn ja, stellen Sie Ihre Vorschläge zur Bewältigung des Problems dar.
Laut Bildungsstudien kommen Migranten in Tirol weniger oft zu einer höheren Ausbildung als ihre „einheimischen“ Altersgenossen, viele bleiben ohne Lehr- und Schulabschluss. Was auch immer die Gründe dafür sind, fest steht, Tirol braucht diese jungen Menschen und kann es sich nicht länger leisten auf sie zu verzichten. Sie brauchen spezielle Förderung, um die Schule abzuschließen und zumindest einen Lehrberuf zu erlernen. Wir setzen uns auch vehement für den verstärkten Ausbau der Sprachförderung im Kindergarten ein und haben etwa beantragt, dass Schulklassen Extra-Förderpersonal bekommen, wenn mehr als 30% der Kinder deutsch nicht als Muttersprache haben. Das Schaffen von Feindbildern auf Kosten von Migranten, Asylwerbern oder Flüchtlingen lehnen wir ab.

6) Welches sind Ihre drei wichtigsten Anliegen die Sie nach der Landtagswahl durchsetzen möchten?
• Wir wollen das Agrarunrecht lösen: Es geht um ein Milliarden-Vermögen und um 2 Milliarden Quadratmeter Grund und Boden der Tiroler Bürger. Die Gemeinden sollen bekommen, was ihnen gehört, die Agrarier behalten, was ihnen zusteht.
• Wir wollen Wohnen günstiger machen: Allein mit den 2 Milliarden Quadratmetern Grund und Boden, der von den Agrargemeinschaften an die Gemeinden zurückkommt, können die Gemeinden gewaltige Flächen an leistbarem Baugrund zur Verfügung stellen.
• Wir wollen eine Bildungs-Offensive in Tirol durchsetzen: Es ist unverantwortlich, dass jährlich rund 300 Jugendliche, die die Hauptschule positiv abschließen, keinen wohnortnahen Platz in einer weiterführenden Schule bekommen. Tirol braucht mehr Facharbeiter, die Lehre ist aufzuwerten, die Meisterprüfung der Matura gleichzustellen.

7) Beschreiben Sie Ihr Parteiprogramm in kurzen Worten.
Mutig, modern, offen, sozial und gerecht!

8) Warum sollen die Tiroler gerade für Ihre Partei stimmen?
Weil Tirol eine Wende verdient und wir der Garant sind, dass es eine Regierung ohne ÖVP geben kann. Die ÖVP regiert seit bald 70 Jahren unterbrochen das Land. Es ist nicht alles schlecht, aber diese Partei ist erschöpft, in sich zerstritten, von ihr kommen keine Ideen mehr. Wir wollen Tirol zum Positiven verändern, ein buntes Tirol statt des schwarzen Tirol schaffen.

Das Parteiprogramm zum Download

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