Innsbruck Wahl BürgermeisterNachdem wir in den letzten Tagen die Bemühungen der ÖVP und der Piraten unter die Lupe genommen haben, wollen wir euch heute die restlichen Parteien auch nicht vorenthalten. Vorab noch eine Bitte die uns wirklich am Herzen liegt: Geht´s wählen! Nicht hingehen heißt auf sein Bürgerrecht zu verzichten und unterstützt die Demokratie in keiner Weise. Auch wenn ihr euch mit keiner Partei anfreunden könnt, gebt wenigstens einen leeren Zettel ab!

Für Innsbruck

Herwig sei Dank haben wir in Innsbruck ein schwarzes Spin-Off das den Bürgermeister seit Jahren stellt. Nachdem uns die wilde Hilde als charismatische und populäre Stadtmutter zu früh verlassen hat, wurde der Thron von Oppitz-Plörer in Beschlag genommen. Tolle und intelligente Frau mit Sicherheit. Einziges Problem: sie ist ungefähr so volksnah und anziehend wie ein Schluck lauwarmes Wasser. Ecken und Kanten sucht man bei ihr vergeblich und wenn man sie auf der Straße trifft, gibt es statt wie von Zach ein freundliches „Grüß Dich“ maximal ein verklemmtes „Grüß Gott“. Natürlich, der Bürgermeisterbonus ist nicht von der Hand zu weisen, Fehler hat sie auch keine gemacht in ihrer kurzen Amtszeit, als Bürgermeisterin wünsche ich mir aber trotzdem irgendwie etwas anderes, volksnahes. Muss nicht unbedingt ein anbiedernder Federspiel von nebenan sein, die Frau Magister von oben herab ist dann aber auch nicht das Richtige.

FPÖ

Was soll man noch sagen, nach dem Skandal um unseren Vorzeigetouristiker. Sogar in Frankfurt wurde ich letztens als Innsbrucker auf den Penz angesprochen. Blamage pur. Wer sie sind: Sattsam bekannte Rechtsausleger im Parteienspektrum, die vorwiegend Ängste in der Bevölkerung schüren und mit großem Elan die immer gleiche Geschichte zum Besten geben: Schuld sind die Ausländer, Schuld ist die EU, wir sind arme Opfer und wenn ihr uns wählt, dann wird alles gut (wahrscheinlich auch das Wetter).
Mit ihrer zuweilen auf dummdreiste Art und Weise verkürzten Darstellung politischer und gesellschaftlicher Realitäten sorgen sie immer wieder für unbeabsichtigte Lacher. So könnten sie am ehesten bei Menschen punkten, die sich für eindimensionale Antworten auf komplizierte Fragen erwärmen können – und für die jungen Wählerinnen und Wähler.

Was sie wollen: Das steht im Parteiprogramm (weniger Zuwanderung, verpflichtende Deutschkurse für alle – ob das auch für Ötz- und Zillertalerinnen und -taler gilt, war für den TIROLBLOG nicht in Erfahrung zu bringen, keine Korruption, keine Rezession, Bräunungscremes für alle und überhaupt).

Was sie wirklich wollen, haben sie im Zuge ihrer Regierungsbeteiligung in Kärnten gezeigt: Sich und ihre Freundinnen und Freunde schamlos aus den Töpfen der öffentlich Hand füttern.

Personal: Ein blässlicher Hotelier als Zugpferd, auf Bundesebene die sattsam bekannte Gestalten (Strache, Winter, Rosenkranz …).
– Verständlich: 1
– Ehrlich: 5
– Umsetzbar: 4
– Zukunftsorientiert: 5
– Wählbar: 5

BZÖ

Wer sie sind: Überbleibsel des im Phaeton Verewigten, die im Angesicht völliger Bedeutungslosigkeit auf der parteipolitischen Bühne das einzig Richtige gemacht haben: Sich haben sich programmatisch umorientiert und sind nun keine Rechten mehr, sondern Liberale.

Falls das ihr neuer Heimathafen wäre, könnten wir uns sehr darüber freuen. Ist doch eine Liberale Fraktion, die diesen Namen auch verdient, das, was uns in der heimischen parteipolitischen Landschaft am meisten fehlt!

Damit wird’s wochl nicht: Die beiden wackeren Liberalen koppeln mit der ÖVP, daher sind auch ihre politischen Ziele dort nachzulesen

Was sie wollen:

– Verständlich: wie die ÖVP
– Ehrlich: wie die ÖVP
– Umsetzbar: wie die ÖVP
– Zukunftsorientiert: wie die ÖVP
– Wählbar: wie die ÖVP

SPÖ

Wer sie sind: Sie sind der städtische Ableger der Ministrantengruppe, die sich auf Landesebene der absoluten Wahlgewinnerin ÖVP an den Hals geworfen hat, nur, um auch ein wenig an den Futtertrögen der Macht naschen zu dürfen.
Was sie wollen: Posten und Pöstchen für sich und ihresgleichen. Schönes Wetter am 1. Mai und einmal dem Herrn Failmann die Hand schütterln, einmal nur!

Personal: Frau Marie-Luise Pokorny-Reitter, Ernst Pechlaner

– Verständlich: 3
– Ehrlich: 5
– Umsetzbar: 3
– Zukunftsorientiert: 5
– Wählbar: 5

Seniorenbund

Der Seniorenbund koppelt mit der ÖVP, daher wählen die, welche hier ihr Kreuzerl machen, die ÖVP. Siehe also dort.

– Verständlich: wie die ÖVP
– Ehrlich: wie die ÖVP
– Umsetzbar: wie die ÖVP
– Zukunftsorientiert: wie die ÖVP
– Wählbar: wie die ÖVP