Wenn Gas mit einer offenen Flamme in Verbindung gebracht wird, gibts einen Tusch und alles fliegt in die Luft. Das könnte der TIGAS jetzt auch passieren.

Ca. 25.000 Tiroler Haushalte haben jahrelang für die Tiwag und ihre Tochter Tigas gespendet. Aber nicht freiwillig: Sie wurden betrogen, meint das Landesgericht Innsbruck. Natürlich gilt unsere liebe Unschuldsvermutung, wir haben sie von unserem gleichfalls lieben KHG geborgt, können sie aber wahrscheinlich bald zurückgeben. Denn der Streit um unser Geld geht weiter.

Was tun?
Da wir als Kunden der Tigas den falschen Tigashahn nicht zudrehen können, müssen wir wohl klagen. Und dazu brauchen wir:

 Die Abrechungen von 1993 bis 2002
 Gute Nerven und viel Zeit, meint die Arbeiterkammer.

Wenn die Abrechnungen nicht mehr vorhanden sind (weil wir sie z.B. verheizt haben, da uns das Gas zu teuer war), müssen wir irgendwie beweisen, dass wir Gas bezogen haben.

Vorläufiges Fazit: Tausende Tiroler Haushalte sind offensichtlich um Geld, das sie bitter nötig haben (für Kinderbetreuungsplätze z.B., die oftmals nur in den Sonntagsreden von Landespolitikern existieren), beschissen worden.

Damit wir uns nicht allzusehr ärgern, zum Schluss zwei kleine Rätselfragen:
1. Wer ist Mehrheitseigentümer der Tigas?
2. Wer wird in ein paar Jahren wiedergewählt, wenn wir uns nicht endlich auf die Füße stellen?

Quelle: orf.at, Arbeiterkammer/Foto: Thomas Wolf, Wikipedia