Was ist los mit unserem Bundesheer? Was ist los mit unserem Verteidigungsminister? Es scheint, als ob man einen Artikel über das absurde Theaterstück „Landesverteidigung 2011“ ausschließlich in Frageform verfassen könnte.

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Wir erinnern uns: Häupl, der alternde Wiener Häuptling, sieht seine Felle vor der Wahl davonschwimmen. Um diese zu retten, bespricht er sich mit der Kronenzeitung und ist fortan ein Gegner der allgemeinen Wehrpflicht. Darabos, seines Zeichnens Zivildiener und Verteidigungsminister (ein Widerspruch wie weiland der Herr Haupt als Frauenministerin) hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu agieren : Ja zur Wehrpflicht, bei meiner Ehr!

Ein paar Monate später, auch bei seiner Ehr: Nein zur Wehrpflicht! Daraufhin wird er von einem seiner Untergebenen, dem Beamten und Schreibtischgeneral Entacher, öffentlich lächerlich gemacht. Darabos, nicht faul, entsinnt sich seiner Corones und entlässt den Herrn. Und damit ist das Schlamassel perfekt: Dieselben Regierungs- und Oppositionspolitiker, die nicht einmal in der Lage sind, das Schulsystem in Ordnung zu bringen, versuchen sich als Militärexperten.

Weil offensichtlich in Wien niemand fähig ist, die Frage der Landesverteidigung zu lösen, wird hiermit der TIROLBLOG aktiv und geht das Problem an:

  • Ja, ein Minister hat das Recht, einen leitenden Beamten zu entlassen, der nicht kuscht. Vor allem, wenn es sich um das Militär handelt, dass der Politik unterstellt ist.
  • Die Frage nach der allgemeinen Wehrpflicht ist zweitrangig: Zuerst muss geklärt werden, ob Österreich eine militärische Landesverteidigung braucht. Der TIROLBLOG sagt: Ja.
  • Zu diesem Zweck brauchen wir ein Milizheer. Aber halt, wie hieß der Verteidigungsminister, der dem Milizsystem den Todesstoß versetzte? Richtig: Platter!
  • Ja, wir brauchen ein Verteidigungsbudget. Die Mittel dazu werden über eine tiefgreifende Verwaltungsreform und die lineare Kürzung der Parteiförderungen um 80% aufgebracht.
  • Und ja, wir bleiben bei der allgemeinen Wehrpflicht: Die Entlassung von, sagen wir gleichfalls 80% aller hohen Offiziere führt zu einem Innovationsschub im Heer, der eine attraktive Grundausbildung sicherstellt.

Eure Meinung ist gefragt: Brauchen wir das Bundesheer (zur Verteidigung), oder braucht das Bundesheer uns (als Steuerzahler)?

… und die Zivis soll’s auch weiterhin geben: Sie sind brav, arbeiten viel um wenig Geld und die Streber können ja später einmal Verteidigungsminister werden.