Die Bauverhandlung am Obernberger See wurde vertagt: „Bedenken, dass der See durch die Bautätigkeit versickern könnte, konnten nicht vollständig ausgeräumt werden“ (tt.com, 28.2.2012)*.

„Naturrefugia“ – so heißt nicht etwa ein Refugium für die Natur, in dem Tiere und Pflanzen vor den Menschen geschützt leben und sich vermehren können.

Im Gegenteil:

Es ist gerade umgekehrt: In diesem Refugium sollen Menschen – möglichst wohlbetuchte natürlich – geschützt vor der wilden, öden und ungastlichen Natur rund um den Obernberger See geschützt leben. Und eine schöne Zeit verbringen, TV (mit Bildern von schöner Natur aus der ganzen Welt) WLAN und Möglichkeit zur Vermehrung inklusive.

Immer dagegen sein!

Jetzt gibt es aber, wie immer in unserem schönen Land, einige Menschen, die dagegen sind. In diesem Fall schieben sie die Schönheit des Sees, seiner Umgebung und die Bedeutung als Naherholungsgebiet vor, um das Hotelprojekt zu Fall zu bringen.

Alternativen zu den Murmelelöchern

Schiach sollen die Erdlöcher sein, wie Höhlen schauen die Fotomontagen der Betreiber aus. In der Tat wurde bei der Planung übersehen, dass sich die Menschheit bereits aus dem Stadium der Höhlenbewohner weiter entwickelt hat – auch in Tirol. Um allen Beteilgten ein bisschen unter die Arme zu greifen, hat der TIROLBLOG in einem international besetzten Architekturwettbewerb einige namhafte Stars der Szene aufgefordert, Alternativen zu den projektierten Murmelelöchern am Seeufer vorzulegen.

Was gefällt euch, liebe Leserinnen, werte Leser, am besten:

*Vielleicht hat auch nur der Seewurm Durst?

Fotos: Wikipedia, Flickr, J. Sullivan, Oo321123oO, Sithonian, robertpaulyoung, Khalifa, R. Liberato, treeman