Innsbrucker Radwege: ein Schildbürgerstreich 1. Güte

Innsbruck rühmt sich ja, Österreichs Sportstadt zu sein. Und will den täglichen Verkehr entlasten. Was liegt also näher als die Leute zum Radfahren zu motivieren um innerstädtisch von A nach B zu gelangen? Die Innsbrucker Radwege hingegen sind ein tägliches Ärgernis. Besonders der Radweg über die Olympiabrücke, den man sich mit Fußgängern teilt, ärgert mich im 24 Stunden Rhythmus.

Radfahrer MÜSSEN den Radweg über die Olympiabrücke benützen. Nun gut, ist ja auch richtig so, und gar nicht unpraktisch, bei dem Stau auf der Olympiabrücke vor der Graßmayr Kreuzung.

Der Radweg über die Olympiabrücke von der Ostseite: von Lebensgefahr bis Schildbürgerstreich

Wer von östlicher Richtung über den Südring kommt, muss zuerst mal den Einstieg in den Radweg finden. Am Südring steht abrupt ein „Radfahren Verboten“ Schild vor der Olympiabrücke. Schön und gut, nur ist man zu diesem Zeitpunkt quasi schon auf der Brücke und kommt nicht mehr auf den Radweg. Der ist nämlich auf der anderen Straßenseite. Den Südring vor dem Tunnel zu überqueren ist lebensgefährlich.

Unterführung nützen und dann bei den Fußgängern vorbeischlängeln

Nachdem ich ja jeden Tag brav den Drahtesel besteige, weiß ich natürlich dass man schon vorher durch die Unterführung fahren muss, um dann am Gehsteig vor der Olympiahalle, der auch als Radweg gilt, zu fahren. Besonders schön ist es, sich während Konzerten, Fußballspielen, Eishockey Matches, Vergnügungspark oder Zirkus sich am Publikum der jeweiligen Veranstaltung, vorbeizuschlängeln. Die Schimpfereien und Fluchereien sind leider nicht jugendfrei, können hier also nicht wiedergegeben werden.

Radwege in Innsbruck

Wer es dann an der Olympiahalle vorbei geschafft hat und den Ausblick auf Nordkette und Berg Isel von der Olympiabrücke genossen hat, findet nach der Abfahrt auf der Westseite den Schildbürgerstreich schlechthin vor. Man beachte auf diesem Schild, dass der Fahrradweg hier plötzlich aufhört, die Straße eine Einbahn ist und und der Gehsteig ganz bestimmt nicht als Radweg dient.

Der Innsbrucker Radweg über die Olympiabrücke von der Westseite

Ein anderes Problem hat man, wenn man den Radweg von der Westseite benutzen möchte. Der Anstieg von der Westseite ist nur für die ganz fitten etwas. Für ältere Radfahrer und Kinder oder Vätern und Müttern mit Kindersitz und Beifahrer ist die Rampe aber eigentlich unbezwingbar. Da würde ich schon mal ganz gerne sehen wie viele Mitglieder unseres Stadtsenats es schaffen mit einem handelsüblichen Stadtrad den Radweg über die Olympiabrücke zu bezwingen.

Zirkus um die Radwege in Innsbruck

Andere Beispiele für den Zirkus mit den Innsbrucker Radwegen gibt es zur Genüge. Die Engstelle unter dem Bahngleis, über die Museumstraße bei der Buskolonne vorbei, der Radweg beim Sillpark um nur einige zu nennen. Ich freue mich schon, wenn ich zum ersten Mal von einem Exekutivbeamten angehalten werde weil ich nach der Abfahrt von der Olympiabrücke gegen die Einbahn fahre. Gerne lass ich mir dann vormachen wie man den Weg fortzusetzen hat um ohne Ordnungsverstoß seinen Arbeitsweg zu absolvieren.

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