Wegen Überfüllung geschlossen – besser kann wohl ein Einkaufszentrum seine Türen nicht öffnen…

Es scheint der ganz normale Wahnsinn zu sein, dass sich früh um 8 Uhr an einem ganz normalen Arbeitstag 2000 Menschen vor einem Kaufhaus versammeln, um auf die Eröffnung zu warten. Dabei ist es doch auch nur ein Shopping-Center, wie er hier im Lande oftmals zu finden ist. Wäre da nicht, dieser unbändige Trieb des Menschen: Neugierde multipliziert mit dem Gefühl „etwas zu „verpassen“! Geiz ist schließlich geil! Das wissen alle, und deswegen quetschen sie sich zusammen mit anderen Shopping-Opfern durch die Menge um sich dann einen super geilen Plasma TV von Samsung für unschlagbare 389 Euro unter die Nägel zu reisen.

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Zu gerne hätte ich heute morgen selbst in dieser abscheulichen Menschenansammlung – die sich selbst als Schnäppchenjäger bezeichnet – gestanden und hätte für euch ein paar Bilder gemacht. Die Angst vor dem ein oder anderen Kampf um eine Oral-B Zahnbürste für 10 Euro lies mich aber von dieser Idee abweichen. Von Blockabfertigung vor dem Saturn ist auf ORF.at die Rede, Sprints von Hunderten von Menschen in das oberste Stockwerk…Zustände wie bei einer Massenpanik.

Erlebnis Kaufhaus Tyrol

Gegen 14 Uhr wagte ich mich dann doch noch in die Maria-Theresien Straße und stellte mich brav in die Menge vor dem Kaufhaus Tyrol. Nach 10 Minuten Warten erlebte ich drinnen die personalisierte Form der Konsumgesellschaft: Überall geistern wie ferngesteuert Menschen durch die Etagen, immer auf der Suche nach dem ein oder anderem Schnäppchen. Auf den Rolltreppen fahren sie wie Schachfiguren in Reih und Glied nach oben. Es scheint fast, als wäre der Saturn der Himmel und der MPreis im Keller die glutrote Hölle. Dabei sind es doch einfach nur Geschäfte, in denen man gegen Geld Waren erwerben kann. Oder liege ich da falsch?

Bilder

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