Was tun, wenn man partout mit einem Skigebiet kein Geld verdient? Was tun, wenn man sich in einem Investment komplett verschätzt hat? Was tun, wenn man am Ende doch keine Lust mehr hat, auf sein Spielzeug? Man beginnt am Ende nach Fördergelder zu schreien. Und zwar auf erbärmliche Art und Weise.

Der Patscherkofel und Peter Schröcksnadel

Was ist der Patscherkofel nur für ein ehrwürdiger Berg? Wie ein gemächlicher Vater tront der Hausberg mit seiner Antennenkonsturktion über Innsbruck, wie ein kleiner Schutzpatron vor den schroffen, hohen Tuxer und Stubaier Alpen. Wie ein gemütlicher Freund lacht er uns Tiroler ständig von der Landeshauptstadt Innsbruck aus an. Wenn man zurück nach Innsbruck fährt, sieht man den kleinen Riesen schon früh in der Landschaft stehen – so unauffällig und markant zugleich. Ja, das ist der Patscherkofel – der Hausberg von Innsbruck!

Was passiert mit unserem Hausberg, auf dem 1964 und 1976 die olympischen Spiele ausgetragen wurden , wenn ein sehr gewinnorientierter Mann die Geschäftsführung für das kleine Skigebiet und das Wanderausflugsziel Patscherkofel übernimmt? Er wird gekappt, enthauptet, regelrecht entmannt. Mit aller Gewalt wird versucht, die bestehenden Resourcen an das Industriezeitalter anzupassen. Eine Vierersesselbahn mit Großparkplatz 10 Fahrminuten außerhalb von Igls wird in die Landschaft gesetzt. Alte, zu modernisierende Anlagen werden herabgewirtschaftet. Der Gipfelsessellift eingestellt. Die Pendelbahn aufgrund Reperaturkosten lahmgelegt. Am Ende stehen Flutlichtmasten und orange Gummimatten entlang einer Piste, die keiner brauch. Der Weltcup kommt nicht vorbei, Skifahrer auch nicht. Der Geschäftsführer Schröksnadel ist alleine!

Patschkofelbahn Talstation

Geld her, oder ich schieße!

Jetzt ist es soweit. Die Seilbahn auf den Patscherkofel steht still. Peter Schröcksnadel hat keine Lust 200.000 Euro Reperaturkosten zu zahlen, um eine Bahn, die für seine Geschäfte im Winter unwichtig ist, zu modernisieren. Peter Schröcksnadel sieht es nicht ein dafür einzustehen, was ehrwürdig ist. Peter Schröcksnadel will lieber die Steuerzahler dafür grade stehen lassen, was er seit 15 Jahren vermasselt hat: Den Berg Patscherkofel in die Zukunft zu führen. Opptiz-Plörer, die Stadt und die Gemeinde sollen zahlen, wenn sie denn einen weiteren Betrieb wollen. Er jedenfalls nicht.

Die Stadt bezahlt, und dann?

Am Ende bezahlt doch der Tourismusverband Innsbruck die notwendigen 200.000 Euro – und damit wir. Wieso? Weil der Patscherkofel wichtig ist. Weil der Patscherkofel unser Hausberg ist. Und weil der Patscherkofel verdammt noch mal geschichtsträchtig ist – und keine bloße Position in der Bilanz. Und weil wir unseren Berg zurück wollen! Peter Schröcksnadel soll sich gut überlegen, ob er der richtige Mann für den Traditionsberg Patscherkofel ist oder ob er die Geschicke nicht doch lieber der Stadt Innsbruck überträgt. Für mich persönlich ist derzeit nur dies die einzige Variante, die die Seilbahn im Sommer nicht still stehen lässt.

WIR WOLLEN UNSEREN PATSCHERKOFEL ZURÜCK!

Wir werden jetzt FAN und zeigen unseren Wunsch, dass die Patscherkofelbahn modernisiert und weiterbetrieben werden soll. So kanns echt nicht weitergehen!

Patscherkofelbahn Innsbruck