Pfiati, Servus und Grüß Gott vom Aussterben bedroht?

Zwei besorgniserregende Vorgänge machen sich in der Gesellschaft breit. Nicht nur dass mittlerweile auch im Heiligen Land Tirol, wie im Rest der barbarischen Welt, nicht mehr gerne gegrüßt wird, diejenigen die es machen grüßen falsch. Servus, Pfiatis und Grüß Gotts werden, wohl auf Grund von teutonischer Überfremdung und schädlichen Einflusses der Medien auf unseren Sprachgebrauch, mehr und mehr durch TSCHÜS verdrängt. Gleich dem Mammut wird sich wohl das gepflegte Pfiati wohl auch bald vertschüssen.

Es wird nicht mehr gegrüßt

Tatort Birgitzköpfl: War es früher noch Sitte, dass sich Skitourengeher unterwegs grüßen, nimmt diese Sitte mehr und mehr ab. Gestern am Gipfel war von den anderen Jausnenden und Panoramagenießern weder ein Servus, noch ein Grüß Gott, von einem Berg Heil ganz zu schweigen, zu vernehmen. Man muss ja nicht jeden Entgegenkommenden auf der Straße freundlich begrüßen, wenn man aber einen Lift, eine Bierbank, einen Barhocker oder eben einen Gipfel betritt, besetzt, besteigt oder bezwingt, schadet es nicht freundlich kurz die Runde zu grüßen.

Die Tschüs-Unsitte

Ich konnte mich an das Tschau (tir. für Ciao) gewöhnen, das Tschüs bereitet mir allerdings mittlerweile Ohrenkrebs. Das schlimmste dabei: ich ertappe mich selbst schon dabei zu tschüssen. Tschüs, Tschüss, Tschüssi, am allerschlimmsten die norddeutsche Form Tschüh, hat sich bei uns breit gemacht. Grauenhaft! Bitte liebe Tiroler, lasst Vernunft walten, schenkt euch ein Pfiati, Pfiatgott, ein Wiederschaun oder Wiederhörn oder ein Servus zum Abschied.

Schlagwörter: ,