Mit einem Artikel im Innsbruck Stadtblatt am 5. Mai 2010 fing alles an: Eine junge, österreichische Studentin, berichtet „exklusiv“ der Stadtblatt Redaktion, „was sich im Unialltag so alles abspielt“.

Screenshot: EPaper Stadtblatt Innsbruck, Ausgabe KW18/2010

Screenshot: EPaper Stadtblatt Innsbruck, Ausgabe KW18/2010

Die junge Medizinstudentin fühlt sich nämlich benachteiligt. Zu viele „Piefke“ an der Uni in Innsbruck, die ihr den Sitzplatz im Hörsaal wegnehmen und von denen sie sich auch noch dumme Sprüche anhören muss:

Erst unlängst hab ich gehört, wie ein deutscher Student gesagt hat, dass die Tiroler eh keine Matura mehr machen müssen, weil ihnen die Deutschen sowieso den Studienplatz wegnehmen.

Und dann noch diese fiesen Witze

Ein Bayer ist eine Mischung zwischen Mensch und Österreicher

Screenshot: EPaper Stadtblatt Innsbruck, Ausgabe KW18/2010

Screenshot: EPaper Stadtblatt Innsbruck, Ausgabe KW18/2010

Medizin Uni schämt sich

Natürlich blieb der Artikel nicht unentdeckt. Viele Studenten haben sich über diese schlechte, einseitige Berichterstattung beschwert und auch 2 Wochen nach der Veröffentlichung kehrt keine Ruhe ein. In der neuen Ausgabe des Stadtblatt Innsbruck erscheint ein Leserbrief, geschrieben von Gregor Kastl, ein Referent für Bildungspolitik und Öffentlichkeitsarbeit. Er versucht den guten Ruf der Uni zu retten und distanziert sich deutlich von den Ausführungen der Medizinstudentin:

Screenshot: EPaper Stadtblatt Innsbruck, Ausgabe KW20/2010

Screenshot: EPaper Stadtblatt Innsbruck, Ausgabe KW20/2010

Es gehören immer 2 dazu…

Die ganze Story wurde sehr stark hochgeputscht und breitgetreten. Sicher gibt es den ein oder anderen Scherz zwischen bzw. über Österreicher und Deutsche. Jedoch sollte man das ganze auch mit Humor nehmen und nicht so agieren, wie die bemitleidenswerte Medizinstudentin: Humorlos und scheinbar verzweifelt sah sie keinen anderen Ausweg, als zu einem kümmerlichen Regionalblatt zu gehen, um dort ihre Lügengeschichten loszuwerden. Die „Stadtblatt Redaktion“ nahm das ganze dankend an, haben sie doch sonst nicht wirklich was zu sagen und so wurde eine Geschichte daraus.

Einfach nur erbärmlich…

Wenn ihr den Original Artikel aus dem Stadtblatt Innsbruck lesen wollt:

Bemitleidenswerte Studentin (Seite 8 ) und der Leserbrief von Gregor Kastl (Seite 13)