Der Puff in Tirol

Das Landespolizeigesetz wird geändert – und erleichtert die Genehmigung von Puffs in Tourismusorten. Endlich!?

Wenn Andi B. in den letzten Jahren versucht hat, in Sölden einen Puff zu eröffnen, dann ist er immer mit seinem Antrag von der Gemeinde abgewiesen worden. Bisher konnte man in Tirol nämlich nur ein Bordell eröffnen, wenn der tatsächliche Bedarf in der Bevölkerung auch vorhanden ist. Das heißt im Klartext: Viele Einwohner in einer Gemeinde (,die entweder keine Frau haben oder eben dauergeil sind). Bisher haben das nur 5 Orte geschafft: Kufstein, Wörgl, Schwaz, Telfs und natürlich Innsbruck. Dort stehen offiziell vier Freudenhäuser.

Straßenstrich Innsbruck

Neben den offiziell genehmigten Puffs, gibt es in der Landeshauptstadt aber auch einen illegalen Straßenstrich. Jeden Abend stehen die käuflichen Damen entlang des Südrings aufgereiht an der Straße und bieten ihre Dienste für Geld an. Die SPÖ möchte diesen Straßenstrich nun offiziell genehmigen, die Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf sieht aber keinen Handlungsbedarf. Sie ist klar gegen die Legalisierung der  Prostitution außerhalb von Bordellen. Frau Zoller-Frischauf denkt wahrscheinlich, dass die leicht bekleideten Damen nur so aus Spaß am Straßenrand stehen und die vorbeifahrenden Autos zählen. Wie nett!

Ein Puff in Ischgl

pascha-puff-ischglAber es wird ja alles besser: In Zukunft zählen für eine Genehmigung eines Puffs nicht nur die Einwohner einer Gemeinde, sondern auch die Anzahl der Gästebetten. Das wird Jack F. aus Sölden freuen. Mit  15.000 Gästebetten und zusätzlichen knapp 4000 Einwohnern sollte doch ein Puff drin sein, oder?

Die Landrätin Zoller-Frischauf rechnet übrigens nicht damit, dass die Anzahl der Freudenhäuser massiv steigen wird. Ob sie sich da mal nicht täuscht? Alois F. aus Ischgl  ist nämlich hellhörig geworden und denkt auch darüber nach einen Freudenhaus zu eröffnen: „In Ischgl gibts viel zu viel Haberer, wos denkscht wie des rennt?“