Die Area 51 ist ein geheimnisumwobenes Sperrgebiet der US-Luftwaffe. Es soll dort von Außerirdischen nur so wimmeln. In der Area 47 wimmelt es wohl auch bald: Vor Besuchern mit einem Flieger.

O’zapft is!

Ötztalerisch ging doch mal anders oder?

Ötztalerisch ging doch mal anders oder?

Seit einigen Tagen ist die Area 47 in Betrieb. Hoffentlich herrscht auch bald rege Betriebsamkeit. Zur Eröffnung lieferte ein Kunstflieger eine atemberaubende Vorstellung: Senkrecht schoss er in den Himmel, ließ seine Maschine fast bis zu den Baumwipfeln (der Bäume, die die Bagger stehen gelassen hatten) trudeln und fing sie im letzten Augenblick ab, nur um wieder gen Himmel zu schießen. Wenn das kein Symbol ist!

Freude …

herrscht natürlich bei den Betreibern, den Investoren und den Politikern, die das Projekt durchgeboxt haben. Freude herrscht auch beim Publikum. Aber für wen ist die Area 47 eigentlich gedacht?

… und Sorge:

Für jugendliche Komasäufer hoffentlich nicht. Diese haben schon im Crazy Eddie in Silz (das Vorläuferprojekt des Area 47-Betreibers Hansi Neuner) für manch blaues Auge und etliche ausgepumpte Mägen gesorgt.

Und hier setzt die – zum Teil berechtigte – Kritik an: Wenn sich der kulturelle Wert für die Region darin erschöpft, Gruppen von Jugendlichen ein Event-Besäufnis der besonderen Art zu verschaffen, dann hat das Projekt sein Ziel klar verfehlt.

Musikantenstadel für Junge und Junggebliebene

Bislang scheinen die Angebote ein gewisses Niveau nicht zu überschreiten. Die angekündigten Bands machen Musik auf, um es international zu sagen, Musicstall-Niveau. Aber was nicht ist, kann ja noch werden:  Wie wär’s denn mit ein paar kleineren, feinen Blues- und Jazz-Konzerten? Damit sich nicht manche Besucher wie die Außerirdischen vorkommen.

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