3 feministischen Einrichtungen werden die Subventionen gekürzt bzw. gestrichen. Der Aufschrei unter den Frauen ist groß!

Perfekter Zeitpunkt für eine Subventionskürzung

Die Landesrätin Zoller Frischauf hätte keinen besseren Moment auswählen können, als sie am 8. März, am Internationalen Frauentag, den Vereinen mitteilte, dass die bisherigen Fördergelder gestrichen werden. Betroffen davon sind so wichtige Vereine wie kinovi(sie)on, Archfem und auch das Autonome FrauenLesbenZentrum. Laut Zoller Frischauf möchte sie Prioritäten setzen, und einem „Hobbyverein„, in dem die Mitglieder nur reden und Party feiern, kann sie kein Steuergeld versprechen.

Die Aufregung unter den Emanzen-Organisationen ist rießig. Besonders das Lesben Zentrum sticht darunter hervor. „Frischauf – frisch gestrichen“ steht groß auf ihrer Homepage.


Das Frauen Lesben Zentrum Innsbruck beschwert sich!

Lesben Emanzen2


3 feministische Organisationen in Innsbruck

Schauen wir uns die Vereine mal genauer an:

Kinovi(sie)on


Besteht seit dem internationalem Frauentag 2005 und stellt das Filme machen von Frauen in den Vordergrund. Nach Meinung des Projekts sind Frauen als Filmemacherinnen signifikant unterrepräsentiert. Deshalb präsentieren sie einmal im Monat einen Film im Leokino, der von einer Regisseurin stammt. Im Jahr hat kinovi(sie)on knapp 1300 Besucher. Das Projekt wurde bisher mit 1000 Euro vom JUFF Frauenreferat des Landes Tirol unterstützt – die sind jetzt gestrichen.

ArchFem


Das „Interdisziplinäre Archiv für feministische Dokumentation besteht seit 1993 und sammelt seitdem verschiedenste Materialen zur Frauenbewegungsszene. Darunter verstehen sich Frauenbewegungszeitschriften, Plakate, Fotos und Videos, die die „regionale Frauenlesbenbewegungsgeschichte“ in Tirol dokumentieren. Hier streicht die ÖVP-Landesrätin 6000 Euro ein.

Autonomes Frauen Lesben Zentrum Innsbruck


Der Verein kämpft seit 25 Jahren für eine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung. Mitglieder des Vereins sollen sich aktiv um das Aquirieren von Spendengelder kümmern. Alle „Mitfrauen“ organisieren das Frauen Lesben Zentrum selbst und treffen sich zweimal wöchentlich in einem eigenen Cafe für Gespräche. Mitfrauen erhalten aber auch Vergünstigungen bei Veranstaltungen und Konzerten wie bei der „les-bi-schwulen Clubnacht Queerattack“. Dem Verein werden 7.500 Euro gestrichen.

Schluss mit der Lesbenparty

Klingt doch bei allen 3 Organisationen nach solider, gesellschaftlicher Arbeit, oder? Wer kann da die Aufregung der feministischen Organisationen nicht verstehen? Wäre doch echt zu schade, wenn man sich keine Frauenfilme mehr im Leokino anschauen, keine Emanzenmagazine aus den 90ern im ArchFem aufsuchen kann oder mit den Homosexuellen eine Party feiern darf. Eine Schweinerei ist das!