Das Hoteliers gerne billige Arbeitskräfte einstellen war schon klar, dass sie manchmal auch nicht angemeldet sind auch. Blöd nur, wenn das Ganze auffliegt…

Hälfte der Mitarbeiter Schwarzarbeiter

Als am Dienstag die Steuerfahndung und die Kontrollgruppe gegen illegale Arbeit (KIAB) an der Tür eines Zillertaler Hoteliers klingelten, dürfte dem Besitzer das Herz in die Hose gerutscht sein, beschäftigt er doch mehr als die Hälfte seiner Mitarbeiter schwarz. Fünf nicht angemeldete Mitarbeiter waren in der Küche und im Keller am arbeiten, stammen größtenteils aus Bulgarien und haben natürlich keine Arbeitserlaubnis.

17 Autos aus Osteuropa

schwarzarbeit-zillertalDer Hotelier hat sich neben den 5 osteuropäischen Arbeitern auch noch 17 Autos mit in die Heimat gebracht. Vor dem Hotel im Zillertal stehen 17 firmeneigene Autos, die nicht an der Grenze versteuert wurden. Angeblich wurden diese Autos gegen ein kleines Entgeld den Hotelgästen zum mieten überlassen. Was für ein Service…

Den Hotelier erwartet jetzt eine saftige Geldstrafe: Bis zu 100.000 Euro muss er für die Fahrzeuge an NOVA und Umsatzsteuer nachbezahlen, dazu kommen 20.000 Euro wegen Verletzung des Ausländerbeschäftigungsgesetzs.

Meiner Meinung nach ist die Strafe noch viel zu milde. In Deutschland steht bei „Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen“ eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren bzw. eine hohe Geldstrafe. Bei Steuerhinterziehung gilt das gleiche Strafmaß.
Hier bei uns in Tirol ist das anders. Da gilt Schwarzarbeit als Kavaliersdelikt. Ich bin mir sicher, es gibt eine Vielzahl ähnlicher Fälle. Wird Zeit, dass sie ans Licht kommen!