Heilige Messen und Segen werden in Tirol jetzt auch von nicht autorisiertem Personal angeboten: Ob das gilt?

Schwarzarbeit heißt Pfuschen: Von der Autoreparatur bis zum Hausbau, vom neuen Bad bis zur Gartenmauer: Wir alle profitieren vom Pfusch und das ist gut so, auch wenn es die Wirtschaftskammer, bis oben hin gefüllt mit Mitgliedern, die einen guten Teil ihres Umsatzes eben diesem Pfusch verdanken, offiziell anders sieht.

Jetzt auch im Pfusch: Segen und Eucharistie

Seit einiger Zeit gibt es im Bereich der Schwarzarbeit ein neues Angebot: Getrieben von der Notwendigkeit grundlegender Reformieren in der katholischen Kirche, haben engagierte Christen (ja, ja, die –innen natürlich auch, Tschuldigung!) rund um Martha Heizer (stellv. Vorsitzende der Plattform „Wir sind Kirche“) damit begonnen, die Heilige Messe selbst zu lesen.

Ob das gilt?

Der liebe Gott hat auf die diesbezügliche Frage des TIROLBLOG noch nicht reagiert, wir gehen aber nach gründlichem Bibelstudium davon aus, dass es ihm herzlich wurscht ist, ob seine Schäfchen von offiziellem Personal oder eben im Pfusch gesegnet werden: Entscheidend ist die innere Haltung, der Glaube und die Liebe zu den Menschen. Das sieht Martha Heizer, die als Theologin sehr gut weiß, wovon sie spricht, auch so. Die Zeiten des romtreuen Kadavergehorsams sind vorbei!

Wünschen wir den Reformen in der Kirche viel Glück und wer weiß, vielleicht gibt’s für die „Schwarzen Messen“ bald einen Gewerbeschein aus Rom!

(Bildnachweise: Titel: Ganzkörperrelique des Hl. Hyacinthus im Kloster Fürstenfeld, R. Huber/W. Sauber/Broederhugo/alle wikipedia)

Zum Weiterlesen: www.wir-sind-kirche.at