Alain V./Wikipedia

Alain V./Wikipedia

Immer mehr Menschen wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Es sind zumeist Studenten (auch solche mit Binnen-I) und Leute, die nach vielen Jahren im Berufsleben ihren Job verloren haben und kaum Chancen auf einen neuen haben.

Selbstständigkeit boomt: Keine Vorgesetzten mehr, die einen drangsalieren, keine Kolleginnen (und solche ohne Binnen-I), die am Mond besser aufgehoben wären.Und die große Freiheit: Laptop, Smartphone, tolle Gespräche mit tollen Kunden und viel Erfolg. Wichtig ist, dass man sich als erstes einen 5er-BMW least (schwarz, versteht sich). Man muss ja repräsentieren, und mit einem Audi fährt ja schon jeder zweite Angestellte durch die Gegend.

Aber ist wirklich alles so rosig …

… im selbstgesteuerten Berufsleben? Sind die Abhängigkeiten nicht noch viel größer? Die Wirtschaftskammer ist eher nicht der Meinung, dass die prekäre Lage am Arbeitsmarkt so viele in die Selbstständigkeit zwingt. Aber warum gründen dann derart viele Menschen ein – in den meisten Fällen – Einzelunternehmen? Keine Sicherheit, kein finanzielles Polster und die nackte Existenzangst im Nacken. Sind das die Versatzstücke, aus denen die neue Selbstständigkeit besteht?