Es ist die Errungenschaft des Winters. Endlich gibt es einen gemeinsamen Skipass für alle Tiroler Skigebiete. Von Kitzbühel im Unterland über den Stubaier Gletscher bis nach St. Anton im Oberland.

Doch halt, da war doch was…ein paar Skigebiete Tirols halten sich für etwas besseres und machen beim größten Skiverbund der Welt nicht mit…

Auf den ersten Blick hört sich das neue Angebot sehr überzeugend an:

snowcard

  • 1 Skipass
  • 80 Skigebiete
  • 923 Liftanlagen
  • 3105 Pistenkilometer
  • gültig vom 1.10.2008 bis 15.05.2010

Die Karte kostet regulär für Erwachsene 590 Euro, Einheimische, Studenten und in Tirol Beschäftigte zahlen 439 Euro.

Wer sind nun die besagten Eigenbrötler, die bei dem Mega-Skipass nicht mitmachen?

Drei wirklich namhafte Skigebiete aus Tirol zerstören die geheuchelte Einheit: Sölden im Ötztal, Ischgl im Paznauntal und St. Anton am Arlberg.

Die Gründe für ihr Wegbleiben liegen eigentlich auf der Hand: Die drei Destinationen verfügen über einen sehr großen Bekanntheitsgrad, der ihnen – auch ohne einer Mitgliedschaft bei der Snowcard Tirol – genügend Gäste beschert. Darüberhinaus kostet die Saisonkarte in Ischgl 630€, am Arlberg zahlt der werte Skifahrer sogar 695€. Das bedeutet, Inhaber der Tiroler Snowcard würden günstiger als andere Gäste in das Skigebiet kommen, das geht natürlich nicht. Schließlich haben Ischgl, Sölden und St. Anton ihren Stolz, und den wollen sie auch uneingeschränkt für sich behalten.

Wieso mach dann das renommierte Kitzbühel mit? Vielleicht haben sie es verstanden, dass es im heutigen Tourismus darum geht Bündnisse einzugehen, Koalitionen zu schmieden und Synergieeffekte zu erzeugen. Frei nach dem Motto – einer für alle und alle für einen“. Für die 3 Musketiere von Tirol wurde der Text umgeschrieben: Alle für einen und alles für mich“!

Ich für meinen Teil, werde versuchen, fast alle Skigebiete Tirols mit meiner Snowcard aufzusuchen, und ja, ich werde auch etwas Geld dort lassen. Schließlich hat man während eines guten Skitags auch mal Hunger, oder gönnt sich danach ein paar Bier beim Aprés Skis! Gut zu wissen, dass Jakob Falkner (Geschäftsführer der Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co KG) auf unser Tiroler Geld verzichten kann!

Übrigens: Die Achenseegebiete Christlum, Steinach am Rofan, Pettnau sind auch nicht dabei. Wer regt sich darüber auf?