14 Lokale, ein Ticket und ein Angebot, das sich meiner Meinung nach für 16 Euro schon sehen lassen konnte. Makossa&Megablast und Bloc Party DJ Set in den Stadtsälen, Techno mit Clemens Neufeld (Wien) und House mit Asumi (Tyrolean Dynamite) im Project, Chikinki für alle Indie-Fans im Weekender Club und eine feine Electro, Minimal und Tech House Mischung im Aftershave. Damit man das ganze Menü der Soundcity hätte auskosten können, hätte man sich allerdings 14-teilen müssen.



Soundcity Innsbruck 2011

Soundcity Kick-Off mit Mr. Kristian Davidek für alle sparsamen Tanzmotivierten ohne Festivalband am Franziskanerplatz beim Parkplatz-Rave. Super Sound, wie wir es von unserem Lieblings-fm4 DJ gewohnt sind. Ein dreistündiges Warm-up ab 18 Uhr für eine lange Nacht. Innsbruck tanzt auf der Straße bis der Regen pünktlich zum Ende des DJ Sets zum Weiterziehen bewegt.

Soundcity Innsbruck - K. Davidek

Als eines der wenigen live Konzerte der Soundcity, wollte ich mir Chikinki (tirolerisch: Chichkinchki) nicht entgehen lassen, auch wenn die britische Band nicht zu meinen absoluten Favourites zählt. Weekender Club, 22:00 Uhr, Einlassstop. Die Innsbrucker Indiefangemeinde ist offensichtlich nicht klein, der Club brechend voll und das Konzert wird meinen Erwartungen durchaus gerecht.

Soundcity Chikinki

Nächster Stop: Stadtsäle zum Bloc Party DJ Set; dort ebenfalls großer Andrang, aber keine Warteschlange. Makossa&Megablast leider schon verpasst und als dann dort ein „Jump Around“ Remix des altbekannten Songs von House Of Pain aus den Lautsprechern tönte, konnte das wohl auch kaum das Bloc Party DJ Set sein. Klang eher nach Après Ski Sound in Mayrhofen als nach Soundcity Innsbruck, den Leuten hat’s anscheinend nicht schlecht gefallen. Für mich eine herbe Enttäuschung, aber das konnte man ja vorher nicht wissen und ausharren wollte ich bei dem Riesenangebot des Abends dort auch nicht länger.

Stadtsäle

Next: Aftershave, mein 2. Wohnzimmer. Viele bekannte Gesichter, ebenso ein relativ großes Gedränge am Dancefloor, aber auch dort beim Eingang wider Erwarten keine Wartezeiten. Die Aufnahmefähigkeit der Ohren nimmt jedoch leider proportional zum Fortschreiten des Abends ab, bei so viel verschiedenstem Sound, aber die meinigen sind ja zum Glück einiges gewohnt und können sich mit der Electro/Techno/Minimal/Deep house Mischung von Duo Synchron (Hamburg) und unseren Locals bzw. Vorarlberger Nachbarn 2Handsup, beats4education et al. sehr gut anfreunden und ich beschließe zu verweilen.

Nach stündlichen Updates meiner diversen Korrespondenten in anderen Clubs, ging es anscheinend extrem heiß her in der p.m.k, wo HGich.T (Hamburg), beschrieben als die „wohl verrückteste und unbeschreiblichste Band der letzten Jahre“ zum 1. Mal in Innsbruck performte. Offenbar „nur etwas für Leute, die Absurdes schätzen“ und nach einer Weile auch etwas eintönig, wo man dann vielleicht wieder Lust auf etwas Erfrischenderes bekommt, aber sicher nicht auf die feuchten Küsse, die an die im p.m.k anwesenden Mädls verteilt wurden ;-).

Fazit Soundcity Innsbruck 2011. Nicht unbedingt das Event des Jahres, aber auf jeden Fall ein Musikspektakel, das seinen Preis wert war.