Was ist das Besondere an dieser Schfffahrslinie ?

Nein, nicht die frei „f’s“, auch wenn es „…fff…“ – Wörter im Allgemeinen nur dann zu hören gibt, wenn jemand beim Beschimpfen einer anderen Person zu stottern beginnt.

Das Besondere ist, wo diese Linie beheimatet ist: Sie verkehrt zwischen Kufstein und Bayern und leider kennt sie niemand. Zumindest fast niemand. Dieser „Fast Niemand“ war auch bei der für heuer letzten Fahrt an Bord: Als einer der sieben (7, nicht 70 oder 700!) Fahrgäste konnte er das bayrisch-tirolerische Grenzgebiet aus einer ungewohnten Perspektive erleben.

Sinken lassen? Niemals!

Was man mit dieser Dachfläche alles machen könnte ...

Weil der Betrieb dieser Linie schwer defizitär ist (Auslastung laut orf.at lediglich 18%), wird nun über die Stilllegung (Juhu: Drei „l“!) nachgedacht, der Rechnungshof hat seinen mahnenden Zeigefinger bereits erhoben.

Schade eigentlich, denn hier geht ein besonderes Angebot im Tiroler Sommertourismus verloren. Dieser Sommertourismus ist ja bekanntlich noch nicht ganz an seiner maximalen Ausbaustufe angelangt, um es einmal höflich zu formulieren.

Investieren! Bewerben! Mut zeigen!

Daher sind die Verantwortlichen aufgerufen, nicht den Schwanz einzuziehen und das Schiff zu verkaufen (via ebay?). Schwierige Rahmenbedingungen gibt’s auch anderswo!

Wenn ein tolles Angebot – die Touristiker sprechen vom „Alleinstellungsmerkmal“ und manche können’s sogar auf Englisch – floppt, dann muss (noch) einmal massiv in dieses Angebot investiert werden: Werbung, Werbung, Werbung! Anbindung an andere Ausflugsmöglichkeiten! Hinein in die Regiocards und Freizeit Tickets unseres Landes! Facebook! Events! Und bloß keine Polit-Interventionen!

Nur ducken und zusperren ist vielleicht eine politische Tugend, aber ganz sicher keine wirtschaftliche. Und vor allem keine, die dem Land gut tut.

In diesem Sinne: Klar Schiff und in die Wanten mit euch!

Bildnachweis/Info: www.tirol-schiffahrt.at

Titelbild: Gemälde von W. Buttersworth (wikipedie/gemeinfrei)