Eine sehr interessante Geschichte vollzieht sich derzeit im Ötztal: Internationale Wissenschaftler vergraben derzeit Schweine in Vent im hinteren Ötztal, lebendig! Am Dienstag waren es noch 29 Schweine, heute werden schon rund sieben davon tot sein. Die armen Tiere werden nämlich dazu hergenommen, um neue Erkenntnisse über die Umstände des Todes eines Verschütteten zu gewinnen. Unter der Leitung der Universitätsklinik  für Anästhesie in Innsbruck werden internationale Wissenschaftler insgesamt 14 Tage im Ötztal herummetzgern.

Die Prozedur

Ein paar der 29 Schweine hat Glück. Sie werden vor dem Ersticken im Schnee narkotisiert. Andere Schweine werden einfach bis zum Kopf in den Schnee gesteckt. Dann kommt das große Warten, bis das Tier endlich die Kraft verlässt und es im Schnee erfriert. Die gequälten Geräusche des armen Tieres möchte ich wirklich nicht hören. Es muss ein fürchterliches Gequiecke sein.

Sölden freut sich

Die Bergbahnen Sölden freuen sich natürlich über derartige negative Werbung. Natürlich geben sie vor, nichts von den geplanten Tierversuchen gewusst zu haben. Tierversuche im Skigebiet machen sich einfach nicht so dolle als Marketing Strategie. Auch die Tiroler Bergrettung distanziert sich davon. Was man mit dem Experiment erreichen will, wird nicht gesagt. Grundlegendes Problem eines Verschütteten in einer Lawine ist doch immer noch er selbst, oder nicht?