Wie der letzten Ausgabe von „Echo am Freitag“ (Nr. 136, Seite 1) zu entnehmen ist, soll die Verschuldung des Heiligen Landes Tirol innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Milliarde Euro steigen. Schwer sich den Betrag vorzustellen für uns Normalsterbliche.

Interessant ist diese Zahl aber nicht nur, weil wir alle diesen Schuldenberg abtragen dürfen. Nein, das Erschreckende an diesem Desaster in Spe ist die Tatsache, dass es derzeit „nur“ rund 200 Millionen Euro sind, die wir – also Sie und ich und du und wir und Opa und Oma und der da drüben auch – den Banken schulden. Wie kann es sein, dass sich die Summe in vier Jahren verfünffachen soll?

Lösung? Sparefroh werden!

Und jetzt denken wir einmal nach, wie wir unserem geplagten Landeshauptmann und seinem Team auf der Regierungsbank und in den verschiedenen landesnahen Unternehmen unter die Arme greifen können:

– Sparvariante 1: Wir entlassen die Landesregierung und  suchen für die Regierungsmitglieder, die dazu überhaupt fähig sind, einen gscheiten Arbeitsplatz, an dem sie etwas Nützliches leisten können. Problem: Das geht nur über eine Verfassungsänderung und bevor diese durchsetzbar ist, bauen wir Bioerdäpfel am Mars an.

– Sparvariante 2: Wir erhöhen freiwillig unseren Steuersatz auf 85% und können so dazu beitragen, dass …. Halt, Aua! Aufhören! Ich habs ja nicht ernst gemeint!

– Sparvariante 3: Wir alle wissen, dass bei knappem Geldbeutel mehr eingenommen und/oder weniger ausgegeben werden muss. Vielleicht fetten wir diese Weisheit mit verschiedenen Fremdwörtern auf und verkaufen sie der Landesregierung als Sanierungspaket, das von der Basis kommt. Schließlich nennt man das, was jedem Depp klar sein müsste, Basics.

Passieren wird wahrscheinlich nicht viel, und drum heißt es über kurz oder lang im Landhaus: „Aufmachen! Exekution!“.

Wie viele Nullen hat eine Milliarde Schulden? Weniger, als in unserer Regierung sitzen!