Verträge kündigen ohne lästigen Papierkram

All jene, die einen Vertrag abgeschlossen haben und sich jahrelang nicht darum kümmerten, werden wohl extrem viel Geld verschenkt haben. Schlussendlich mag das Unternehmen zwar besonders gute Rabatte versprochen haben, jedoch gelten diese oftmals nur für das erste Vertragsjahr. Stammkunden, die dem Unternehmen seit Jahren die Treue halten, werden für ihre Treue oftmals nicht belohnt – die richtig guten Konditionen gibt es fast nur für neue Kunden. Genau deshalb sollten die bestehenden Verträge immer wieder durchgesehen und die vorgeschriebenen Preise mit den Konditionen anderer Unternehmen verglichen werden, die mitunter gerade neue Kunden anlocken wollen. Wer also bessere Konditionen möchte, muss irgendwann einmal seinen Vertrag kündigen und ein Angebot der Konkurrenz wahrnehmen. Doch was ist im Zuge der Kündigung zu beachten? Muss man noch immer einen eingeschriebenen Brief an das Unternehmen übermitteln? Nein! Eine Gesetzesänderung erlaubt nun auch die Kündigung per E-Mail.

 

Immer mehr Menschen nehmen die Angebote der Kündigungsdienstleister wahr

 

Leider gibt es zahlreiche Unternehmen, die nur zu Beginn kundenorientiert arbeiten – geht es um die Kündigung eines bestehenden Vertrages, so agieren die Mitarbeiter nur selten zuvorkommend. Einerseits finden sich auf der Homepage des Unternehmens keine Adressdaten für eine Kündigung, andererseits gibt es immer wieder Mitarbeiter, die sogar der Meinung sind, nie eine Kündigung bekommen zu haben. Eine Lösung, um derartige Probleme zu vermeiden, sind Kündigungsdienstleister. Mit wenigen Mausklicks werden Verträge gekündigt – in der Regel müssen nur die persönlichen Daten eingefügt werden, sodass es zur automatischen Generierung eines Kündigungsschreibens kommt. Dabei kann die Kündigung direkt vom Dienstleister an das Unternehmen (kostenpflichtig) oder ausgedruckt und selbständig übermittelt (kostenlos) werden. Einer der bekanntesten Dienstleister ist sepastop.eu. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 2015 gegründet und steht seit Ende des Jahres 2017 auch den Österreichern zur Verfügung.

 

Kündigung per E-Mail

 

Zu beachten ist, dass es nicht mehr zwingend notwendig ist, eine Kündigung zu verfassen, auszudrucken und per Post an das Unternehmen zu übermitteln. Vor Jahren hat man noch ein Fax übermittelt – heute genügt eine E-Mail. Wichtig ist, dass eine Lesebestätigung verlangt wird, sodass man die Gewissheit hat, dass die E-Mail auch an der richtigen Stelle angekommen ist. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass eine E-Mail nicht ankommt, so gibt es immer wieder Unternehmen, die felsenfest davon überzeugt sind, nie eine E-Mail mit einer Kündigung bekommen zu haben. Das heißt, dass man auch die Empfangsbestätigung aufheben sollte, um danach vorlegen zu können, die E-Mail rechtzeitig – also innerhalb der Kündigungsfrist – übermittelt zu haben. Die Ausnahme: Miet- und Arbeitsverträge – diese müssen weiterhin per Brief gekündigt werden.

 

Die Erfolgsgeschichte sepastop.eu

Österreich ist das fünfte Land, in dem das Unternehmen sepastop.eu tätig ist. 2015 begann Nathan De Hert, der Gründer des Kündigungsdienstleisters, den Service in Flandern anzubieten. Wenig später war der Zulauf derart groß, dass das Angebot ausgebaut werden konnte – heute gibt es sepastop.eu in den Niederlanden, in Frankreich und auch in Deutschland. Auf der Seite finden sich mehr als 1.000 Lieferanten und Unternehmen, bei denen die Versicherungsnehmer kündigen können. Dabei finden sich auf der Seite auch Informationen zu den jeweiligen Kündigungsfristen und auch über mögliche Kosten, die im Zuge einer Kündigung entstehen können.

 

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