Horrorkick am Tivoli

0 Tore vom eigenen Team, 8 Tore im eigenen Netz. Tolle Heimbilanz. Wacker - RapidWer dachte, nach dem 0:5 gegen Ried kann es nicht mehr bergab gehen, hatte nur rein zahlentechnisch recht. Das Spiel gegen Rapid am Samstag war eines der allerschlimmsten, und das will was heißen in Anbetracht der vergangenen 10 Jahre, die man am Tivoli mitmachen musste. Keine einzige Torchance in 90 Minuten herausgespielt, hinten arschoffen – für Wacker Fans war es ein einziges Martyrium.

Schwach, schwächer, Wacker!

Nach vorne geht mal rein gar nichs. Keine Ideen, dazu technische Unzulänglichkeiten am laufenden Band dass einem auch vom alkoholfreien Stadionbier schlecht wird. Macht aber auch nichts, wenn man nicht gefährlich vors Tor kommt. Schließlich wartet dort ja auch keiner der den Ball über die Linie drücken könnte. Unser Mittelstürmer Burgic ist der harmloseste Vertreter seiner Zunft der jemals am Tivoli die Schuhe schnürte. Er läuft und ackert brav, lieber wäre mir aber ein Vertreter der Kategorie Danek, den man 90 Minuten nicht sieht und der trotzdem die Wuchtel versenkt. Julius Perstaller läuft am Platz herum wie eine verzogene Diva, ein Möchtegern-Messi der weder Technik noch Schnelligkeit besitzt um mal etwas zustande zu bringen. Auf der Bank warten mit Bamm-Bamm Pammer und Schrett-Tor zwei weitere Glanzlichter der Nullnummer.

Nun gut, wir haben nun mal kein Geld für Top-Stürmer, nicht viel besser, wenn nicht sogar wesentlich schlimmer, ist die Abwehr. Alex Hauser bringt keinen einzigen geraden Pass zusammen und produziert im Minutentakt haarsträubende Fehler. Unser Tiroler Schweini mit der Nummer 8 ist kein Routinier der uns Sicherheit gibt, sondern das sogenannte Wacker-Leak in der Abwehr. Letztes Jahr noch stark, scheint Inaki Bea das Kicken über den Sommer verlernt zu haben. Kein Wunder,bei den Trainingspartnern. Die gegnerischen Stürmer gehen durch unsere Abwehr wie ein warmes Messer durch Butter. Langsam, schlecht organisiert und zweikampfschwach, auf unsere Defensive trifft das gleich alles zu.

Nun zum Mittelfeld: Kapitän Abraham ist soetwas wie ein Lichtblick. Was nur heißt, dass er zumindest keinen Schaden anrichtet. Er spielt brav das was er kann. Ist halt nicht mehr. Edeltechniker Merino ähnelt nicht Landsmann Xavi, sondern Landsmann Don Quijote, der Ritter von der traurigen Gestalt. Er probiert es wenigstens. Was man von den anderen nicht behaupten kann. Die stirgeln nur am Platz herum und probieren sich bestmöglich vor der Verantwortung und dem Ball zu drücken.

Abstiegskampf pur!

Stark in die Saison gestartet, mittlerweile ist aber nichts mehr da was mich davon überzeugen könnte dass wir heuer mit dem Abstieg nichts zu tun haben. In der Form gibt es wohl kein anderes Bundesligateam das wir besiegen können. Verwunderlich, wie Sturm Graz letztens ein Unentschieden zulassen konnte gegen uns. Jedem, der Augen im Kopf hat ist spätestens jetzt klar: 2012 wird ein Jahr, in dem wir einmal mehr um die Erstligazugehörigkeit zittern müssen.

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