Auf diese Meldung habe ich schon lange gewartet: Der Ski-Weltcup Auftakt in Sölden ist in Gefahr.

Es gehört zu den traditionellen Events im Herbst – und zu dem wichtigsten Marketing-Tool des Ötztal Tourismus überhaupt: Der Skiweltcup in Sölden, der alljährlich Ende Herbst die Wintersaison medienwirksam einläutet. Alle potentielle Kunden sehen nach sechs montatiger Pause endlich wieder strahlendes Weiß mit funkelnder Gletschersonne. Im Fernsehen kämpfen die Atlethen um die erste Weltcuppunkte, halten lächelnd die Ski in die Luft und bewerben so – ohne dass sie es genau wissen – den Skiort Sölden. Eigentlich genial.

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Was aber passiert, wenn so, wie in diesem Herbst, Niederschlag oder wenigstens tiefe Temperaturen fehlen? Was ist, wenn der Weltcuphang nicht rechtzeitig präpariert werden kann? Was passiert, wenn der Weltcupauftakt das erste mal seit Jahren abgesagt werden muss? Prägt sich dann ein negatives Image bei den Skifahrern ein oder ist das verschmerzbar?

Noch ist es nicht soweit, dass man an eine Absage denken muss, aber die Zeit wird knapper. Der Riesenslalom der Frauen und Männer soll am 24. und 25. Oktober stattfinden Laut Rennleiter Walter Gstrein braucht man nur 5 kalte Tage um die Weltcuppiste am Rettenbachferner rennfertig zu präparieren. Bis jetzt hat es aber noch Plusgrade und an Kunstschnee ist nicht zu denken. So langsam aber sicher werden Hoteliers, aber auch Urlauber ungeduldig.

Bei dem ganzen Trubel vergessen nämlich einige ein anderes – eigentlich das stärkste – Marketing-Tool überhaupt: Die Natur. Und die ist, bekannterweise, nicht käuflich. So ein Mist aber auch!