ÖSV Präsident Peter Schröcksnadel war heute mit einem netten Interview im Standard vertreten: Neben Fragen zur Kritik über die Eröffnungsfeier und der Situation im ÖSV-Team, wurde er auch gefragt, wann er persönlich die Ski-WM als die Beste aller Zeiten einschätzen würde. Hier die Antwort:

Das hat mit dem sportlichen Erfolg nichts zu tun, sondern mit der Organisation, dass alles klappt, dass wir viele Zuschauer haben. Außerdem entscheiden nicht wir, ob es die beste WM wird, sondern die anderen.

Unzufriedene Fans und ihre Stimme im Netz

Ok, es geht und steht also alles mit der Organisation. Das heißt, die Skirennen sollen möglichst planmäßig abgehalten werden UND den Fans und Gästen soll ein einmaliges Ski-WM Erlebnis geboten werden. Dass das mit den Skirennen gleich zu Beginn nicht so geklappt hat – ok, das lag Großteils am Wetter, aber wenn Fans mit teuren Eintrittskarten (50 Euro) nichts vom Skirennen mitbekommen, weil die Aufteilung auf die verschiedenen Tribünen nicht funktioniert, das ist dann schon ein grober organisatorischer Mangel.

Beschwerdemanagement bei der Ski-WM?

Jetzt lässt es sich nach über 10 Jahren schwer beurteilen, ob es bei der Ski-WM in St Anton 2001 auch derartige Probleme gab – im Zeiten von Facebook werden aber solche Probleme für jedermann ersichtlich. Dort posten enttäuschte Fans ihre Erlebnisse auf der offiziellen Schladming Ski WM Seite, fordern ihr Geld zurück oder zumindest eine Stellungsnahme. Diese bleibt fast komplett aus. Auch zwei Tage nach dem Super-G der Herren bekommen Gäste keine Information oder Antwort – auch hier kommen grobe organisatorische Mängel in Sachen Beschwerdemanagement zum Vorschein.

Nach dem problematischen Auftakt wird es also für die Verantwortlichen ein wahrer Kraftakt, die Ski-WM in Schladming noch zu einer „Weltmeisterschaft der Herzen“ zu machen. Bisher hört man als Außenstehender generell nur schlechte Nachrichten. Oder weiß hier jemand etwas Positives zu berichten?